Symbolische Sprengung für die zweite Röhre am Gotthard (Foto: Schweizer Fernsehen)

Getrennte Fahrtrichtungen für mehr Sicherheit

Göschenen: Spatenstich für zweite Röhre durch den Gotthardtunnel

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Startschuss für den Bau der zweiten Gotthardtunnel-Röhre: Pro Jahr rollen mehr als sechs Millionen Fahrzeuge durch den viertlängsten Autotunnel der Welt.

Mit einer symbolischen Sprengung feierten die Schweizer den Spatenstich zum Bau der zweiten Röhre durch den Gotthard. Corona bedingt etwas verzögert, denn die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Mit der zweiten Röhre soll der Gotthardtunnel sicherer werden. Für Jörg Röthlisberger, dem Direktor des Schweizerischen Bundesamtes für Verkehr, ist die zweite Röhre eine absolute Notwendigkeit: "Wir haben derzeit Gegenverkehr im Tunnel, das ist gefährlich. Wir wollen mit der Trennung der Fahrtrichtungen einen Sicherheitsgewinn erzielen."

Parallel zum bereits bestehenden Tunnel wird die zweite Röhre gebaut. 17 Kilometer wird sie lang und bis 2029 soll sie fertig sein. Danach wird der alte Tunnel saniert. Erst 2032 sollen beide Röhren offen sein. Aber gefahren wird dann nur noch auf je einer Spur. Vor fünf Jahren hatten die Schweizer in einer Volksabstimmung "Ja" zur zweiten Röhre gesagt. Ein Argument gegen einen weiteren Tunnel war damals, dass er mehr Verkehr bringen würde. Jörg Röthlisberger, Direktor Bundesamt für Verkehr, ist da allerdings eindeutig:
"Die Kapazität wird nicht erhöht. Das ist so beschlossen."

Festakt zum Spatenstich auch am anderen Ende des Gotthardtunnels in Airolo. Gearbeitet wird in den nächsten Jahren auf beiden Seiten - damit die täglich rund 17.000 Fahrzeuge in Zukunft sicherer durch den Gotthard kommen.

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