Balanceakt im Winterwald

Bei null Grad: Freiburger Studenten barfuß auf der Slackline

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Nichts für schwache Nerven: Barfuß und im Schneetreiben gehen Freiburger Studenten auf die Slackline. Die haben sie über eine Schlucht im Wald über Freiburg-Littenweiler gespannt.

"Nicht gefährlicher als Radfahren" sagt Robin Reder und zieht am doppelten Sicherungsseil. Sicherheit gehe vor. Und dann wagt der nächste sich auf das 60 Meter lange Seil, das sie zwischen zwei Bäume über einer Schlucht im Wald von Freiburg-Littenweiler gespannt haben.

Philosophiestudent Tobias Lieb steht seit zwei Jahren auf der sogenannten Highline – Dieses Hobby, sagt er, macht einfach glücklich. "Das ist einfach Erfolgserlebnis nach Erfolgserlebnis auf der Line", schwärmt er, "es ist sehr selten dass man auf der Highline war und dann deprimiert nach Hause geht".

"Sicherheitsfaktor ist riesengroß"

Auch wenn es spektakulär aussieht, Slacklinen ist nicht gefährlicher als Fahrradfahren, sagt die WG-Kollege Robin Reder." Der Sicherheitsfaktor, der da mit einberechnet ist, ist riesengroß", erklärt er, "das ganze System ist komplett redundant, die rote Line ist die, auf der man läuft. Die blaue, die drunter hängt, das ist das Backup."

Kalte Füße hat hier keiner

Eins ist klar: Slacklinen geht nur barfuß – auch bei null Grad. Aber an kalte Füße denkt hier keiner. Dafür ist es viel zu anstrengend und, wie Tobias Lieb erklärt, "da holt man sich einen ganz schönen Schuss Adrenalin ab." Und den heißen Tee gönnt sich Robin Reder dann sogar ganz locker schwingend auf der Slackline.

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