Sirene neben Storchennest auf dem Rathausdach in Oberkirch Zusenhofen (Foto: SWR, Ulf Seefeldt)

Im Testlauf blieben etliche Sirenen stumm

Großes Geheule: Pannen bei Sirenen-Probe im Ortenaukreis

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AUTOR/IN
Ulf Seefeldt
ONLINEFASSUNG
Ulrike Liszkowski

Eine halbe Stunde lang hat der Ortenaukreis am Donnerstag Alarm geübt. Zwischen Ettenheim und Sasbachwalden hätten die Sirenen heulen sollen, aber das klappte nicht überall.

Beihnahe mucksmäuschenstill war es um Punkt 11 Uhr in Oberkirch-Zusenhofen. Die Sirene auf dem Dach des Rathauses hätte auslösen sollen. Aber passiert ist nichts. Ein Storch konnte ungestört auf dem Dach bleiben. Nur aus der Ferne schrillte leise eine Sirene aus dem Nachbarort. Aber natürlich nicht laut genug, um im Ernstfall zu warnen.

Mehrere Menschen, die im Vorfeld von der Sirenen-Probe gehört oder gelesen hatten, waren extra aus ihren Häusern gekommen - und wurden enttäuscht. Sie finden das nicht in Ordnung und sagen, funktionierende Gemeindesirenen seien wichtig, denn die Digitalisierung funktioniere ja auch nicht und nicht jeder habe ein Handy.

Vor zwei Jahren lief die Sirene in Oberkirch Zusenhofen noch

Bei einem Brand vor zwei Jahren habe die Anlage von Oberkirch-Zusenhofen noch funktioniert, sagt Ortsvorsteherin Tanja Weinzierle verwundert. Immerhin habe der Test die Probleme nun offenbart.

Ein bundesweiter Warn-Tag im vergangenen Jahr war bekanntlich ebenfalls gescheitert. Inzwischen gab es die Hochwasser-Katastrohen in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen und nun offenbar erneut Probleme mit der Sirenenanlage.

An mehreren Orten blieben die Sirenen stumm

Es gebe einiges aufzuarbeiten, sagt der Feuerwehr-Kommandant von Oberkirch, Marcus Kohler. Die Anlage im Stadtteil von Zusenhofen war nicht die einzige, die nicht ausgelöste. Warum, ist noch nicht klar. Möglicherweise lag es an der Programmierung, so Marcus Kohler, so wie es aussieht, hätten neu installierte Sirenen ausgelöst, die alten nicht.

Organisiert wurde die Probe von der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst im Landratsamt Offenburg. Wie das Amt für Katastrophenschutz mitteilte, sei das Alarmierungsnetz technisch aufgerüstet worden.

Die Sirenen sollen ein Weckruf sein bei lebensbedrohlicher Gefahr. Im Ernstfall würden die Menschen anschließend per Rundfunk, Warn-Apps und Internetseiten informiert.

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