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Normalerweise melden sich für einen Aushilfsjob auf Schweizer Alpen auch sehr viele Deutsche. Doch die Grenzen sind noch dicht und daher wird mit wesentlich weniger Freiwilligen gerechnet als sonst.

Bergbauer Andreas Gasser und seine Frau Karin haben es schwer. Sie bewirtschaften eine Alp bei Kerns im Kanton Obwalden. Bei der Arbeit auf 1.100 Metern Höhe sind sie in den Sommermonaten dringend auf Hilfe angewiesen: "Das Gelände ist relativ steil, das heißt, man kann es nicht mit großen Fahrzeugen befahren. Es gibt also viel Handarbeit. Unser Betrieb ist zu klein, um jemanden fest anstellen zu können, deshalb sind wir froh um die freiwilligen Helfer."

Dauer

Beatrice Klaus ist kurzfristig eingesprungen. Sie arbeitet sonst am Flughafen Zürich. Dort hat sie momentan nichts zu tun, also hilft sie zwei Wochen lang bei den Gassers aus: "Es hat mich schon immer gereizt auf eine Alp zu gehen. Ich wollte schon immer melken, heuen und Käse machen lernen – und jetzt war die Gelegenheit."

"Körperlich muss man schon fit sein. Mit einem Hexenschuss kann man hier nicht kommen."

Beatrice Klaus, freiwillige Alp-Helferin im Schweizer Kanton Obwalden

Etwa ein Drittel der freiwilligen Helfer sind normalerweise Ausländer, überwiegend Deutsche. Die können jetzt frühstens ab Mitte Juni kommen – wenn sie es in diesem Jahr überhaupt wagen. Die Caritas versucht Interessenten zu vermitteln – last minute sozusagen. Kost und Logis für die Helfer sind frei. Lohn gibt es nicht für die Arbeit, aber viele nehmen eine Erfahrung mit fürs ganze Leben.

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