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Die Schweiz will die Skisaison trotz der Corona-Pandemie durchziehen. Ähnlich äußerte sich auch das Tourismus-Ministerium in Österreich, Deutschland will am 10. Januar starten.

Skifahren um jeden Preis: Die Schweizer treibt es auf die Piste, in den Gletscher-Skigebieten laufen die Lifte schon. Trotz Corona-Pandemie fühlen sich die Eidgenossen sicher. Auch in Verbier im Kanton Wallis, vor kurzem noch der Schweizer Corona Hot-Spot. Der Wintersport scheint hier über allem zu stehen.

Christophe Darbellay, Staatsrat im Kanton Wallis zeigt sich optimistisch: "Die Kantone haben ihre Arbeit gemacht. Wir sind auf akzeptablem Niveau. Im Wallis werden wir an Weihnachten Skifahren und in den Restaurants essen."

Gar nicht weit entfernt auf der französischen Alpenseite in Chamonix blickt man neidisch zu den Eidgenossen. Präsident Macron hat angekündigt, erst ab dem 20. Januar den Skibetrieb starten zu lassen. Die Franzosen sind entsetzt: "Ich sehe verzweifelte Leute mit Tränen in den Augen. Sie zerbrechen an der Situation." - "Wir verlieren das Geschäft, das Wohnhaus, unsere Frauen. Einige verlieren ihre Eltern. Die Leute sterben an Kummer. Wir pendeln zwischen Selbstmord und Depression."

Skibetrieb – ja oder nein? Auf dem Feldberg im Schwarzwald sind die Verantwortlichen überzeugt: Stehen die Lifte in Coronazeiten still, geht das Chaos erst richtig los. Adrian Probst, Vorsitzender des Liftverbunds Feldberg: "Ich befürchte hier ein Durcheinander von Snowkitern, Langläufern, Winter-Wanderern, Rodlern, Ski-Tourengänger und Schneeschuh-Läufern, wenn wir nicht gezielt und geordnet ein Angebot schaffen. Und zu diesem Angebot müssen auch die frei zugänglichen Skilifte gehören."

Und es geht auch ums Geld. Denn in den Weihnachtsferien macht der Liftverbund Feldberg ein Drittel seines Jahresumsatzes - natürlich nur, wenn die Lifte laufen.

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