STAND
AUTOR/IN

Seit Tagen genießen viele im Schwarzwald die Winterpracht. Viel Schnee, Zeit zum Langlaufen, Rodeln und Schneemannbauen. Die Arbeit der Müllabfuhr wird indessen zu einem echt harten Job.

Seit sechs Uhr morgens sind Bruno Salvatore und Roland Lupfer mit ihrem Müllwagen unterwegs - mitten durch die schneebedeckten kalten Hänge des Schwarzwalds. Dicke Schneeketten sind über die Reifen ihres Wagens gezogen. Für einen kurzen Halt stoppen die zwei ihre Tour in Furtwangen. Am Vortag, erzählt Roland Lupfer, waren die Verhältnisse noch schlechter. Seit 13 Jahren ist er mittlerweile in dem Beruf und kennt die Herausforderungen der Winterzeit. Er spricht von einem Knochen-Job.

Schon allein ein geräumter Zugang zur Tonne würde den Männern die Arbeit erheblich erleichtern. Doch stattdessen erschweren ihnen oft auch parkende Autos vor den Tonnen das Leben. Martin Fetscher, Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft im Schwarzwald-Baar-Kreis, hat höchsten Respekt vor der Arbeit der Müllabfuhr. Die Müllwerker brauchen wegen der heftigen Schneeverhältnisse für ihre Arbeit deutlich länger. Diese Verzögerungen sorgen auch bei ihm im Amt für klingelnde Telefone - mit Nachfragen, wann der Müll denn nun endlich abgeholt werde.

Foto: Thorben Langwald (Foto: SWR)
Herausforderung bei Schnee und Eis: Winter im Schwarzwald macht Müllabfuhr zum Knochen-Job

Aber nicht nur Schnee macht den beiden die Arbeit schwer. Auch vereister Müll, der unten in den Tonnen festgefroren ist, stellt die Müllabfuhr vor große Probleme. Zwischen 100 und 200 Kilometern täglich fahren Bruno Salvatore und Roland Lupfer von der Entsorgungsfirma Kaspar. Für sie geht es nun wieder in die Höhe auf über 1.000 Meter. Die beiden Müllwerker holen gerade den Restmüll ab und wissen bereits: Es wird auf jeden Fall wieder länger dauern.

STAND
AUTOR/IN