Schwieriger Schulstart nach Weihnachtsferien

Klappt Präsenzunterricht in der Schweiz trotz Omikron?

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Schulstart am Montag nach den Weihnachtsferien in Baden-Württemberg - in der Schweiz läuft der Unterricht schon wieder, wegen Omikron aber holprig und häufig nur als Homeschooling.

Weil Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte krank sind, läuft in vielen Schweizer Klassen seit vergangener Woche nur Fernunterricht. Im Kanton Basel Land blieben Klassen gleich ganz leer, weil der Kanton den striktesten Kurs in der ganzen Schweiz fährt: Um die Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus zu bremsen, brauchen Schülerinnen und Schüler dort erst negative Testergebnisse, bevor sie überhaupt in die Schule dürfen.

"Die Schülerinnen und Schüler starten eigentlich im Fernunterricht und liefern ihren Test ab, zusammen mit der ganzen Klasse. Und erst wenn dieser Test ausgewertet ist, können sie dann den Unterricht vor Ort aufnehmen."

Studierende springen für kranke Lehrer und Lehrerinnen ein

Um aktuelle und künftige Ausfälle erkrankter Lehrer zu kompensieren, sind in der Schweiz die Pädagogischen Hochschulen gefragt. Lehramtsstudierende sollen als Retter in der Not in die Bresche springen. Die PH Zürich unterstützt die gefragten Nachwuchskräfte dabei.

"Wir kennen die Schulen ja bereits von unseren Praktika. Da sie zu wenig Leute haben, bleiben sie in engem Kontakt mit uns."

In manchen Schweizer Kantonen sind Corona-Tests weiterhin freiwillig

Erschwerend wirkt sich aus, dass es in der Schweiz kein einheitliches Testregime in den Schulen gibt. Anders als in Basel, ist die Teilnahme an Tests in vielen Kantonen noch immer freiwillig.

"Es gibt Kantone, die sind gescheitert an freiwilligen Tests, weil nur 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler mitgemacht haben. Wenn man eine Testpflicht einführt, dann kann man sicher gehen, dass man auch wirklich alle positiven Fälle erfasst."

Leere oder volle Klassen, Präsenz- oder Fernunterricht - eine Woche nach Schulbeginn ist das Bild in der Schweiz so vielfältig wie die Kantonslandschaft im Nachbarland. 

In Baden-Württemberg soll zum Schulstart mehr getestet werden

In der ersten Woche nach den Weihnachtsferien soll in Baden-Württemberg täglich getestet werden, um Ansteckungen durch infizierte Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer zu vermeiden. Ausnahmen gelten für diejenigen, die bereits eine Auffrischungsimpfung, den sogenannten "Booster", erhalten haben. In Einrichtungen, in denen mit PCR-Pooltests getestet wird, empfiehlt das Kultusministerium, darüber hinaus zusätzliche Antigenschnelltests anzubieten.

Mitschnitt SWR Aktuell (Dreiland Aktuell ab 04:27)

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SWR