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Es geht um Tempo und Teamgeist. Und klar geht es auch um das schnellste Formel-1-Auto, allerdings im Miniformat, entwickelt in der Schule.

Im Gang vor dem Unterrichtsraum ist die 20 Meter lange Rennstrecke aufgebaut. Der Bolide "Dacutus 21" ist startklar. Fünf rote Lampen zeigen Schüler Florian, wann er den Auslöser für den Start drücken muss. Und schon schießt der blaue Rennwagen davon – und landet kurz darauf in einem Puffer aus Kissen und Decken. "Eins 28", ruft Florian und meint damit die Zeit, die das Auto vom Start bis in Ziel gebraucht hat. Gemessen in Sekunden, aufs Tausendstel genau. 1,07 waren es bei der Deutschen Meisterschaft. Bestzeit. Aber, Geschwindigkeit ist bei dem multidisziplinären Wettbewerb nicht allein ausschlaggebend. Team-Manager Noah Schneider erklärt:

Das Gesamtpaket muss stimmen

"Es gibt verschiedene Kategorien, zum Beispiel das Grafik-Design, das Management, aber auch der ganze technische Bereich, wie die Konstruktion. Und hierbei geht es eben darum, ein möglichst gutes Gesamtprojekt zu kreieren. In jedem Bereich das Beste herauszuholen; kriterienbewusst zu arbeiten, um sich dann letztendlich bei den Meisterschaften durchsetzen zu können."

Verschiedene Aufgaben im "Formel-1-Team"

Gymnasiasitin Cora kümmert sich im Team beispielsweise ums Design und um die Öffentlichkeitsarbeit und die Social-Media-Auftritte. Louisa schaut zusammen mit Johannes, dass Geld rein kommt. Wie in der großen Formel 1 ginge auch in der Schul-Ausgabe nichts ohne Sponsoren. Aber, es läuft ganz gut, sagt Louisa: "Wir überzeugen mit unserer Leistung und wir sind ja auch etwas Besonderes. Da ist es nicht schwierig, dass uns die Sponsoren auch unterstützen", verrät sie.

Rennauto ist das Herzstück

Herzstück des Wettbewerbs ist natürlich der Bolide, der Rennwagen. Die technischen Vorgaben sind streng. Mindestens 55 Gramm muss das modellautogroße Teil auf die Waage bringen. Eigene Entwicklungen und Verbesserungen reizen den Konstrukteur des Teams, Luca Granata:

Wichtig sind Aerodynamik, Haftung und Stabilität

"Zum einen muss man natürlich beachten, dass der Bolide so leicht wie möglich ist. Dann ist auch die Aerodynamik sehr wichtig; der Luftwiederstand muss reduziert werden. Aber auch die Reibung an den Rädern und an den Sicherungsösen. Und die Fahrstabilität muss gewährleistet werden."

Der "Dacutus 21" der Schülerinnen und Schüler des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums in Sankt Georgen ist das Ergebnis solch präziser Arbeit. High-Tec aus dem 3-D-Drucker, angetrieben über eine Gaspatrone – ähnlich der von Sahnebomben. Das CUBIC-Racing Team rast damit von Erfolg zu Erfolg und ist bereit für die nächste Herausforderung, wie Team-Chef Noah Schneider beteuert:

Schüler mit Masken stehen um einen Tisch  (Foto: SWR)
Mit Teamgeist ist fast alles zu schaffen. Vielleicht auch die Weltmeisterschaft?

"Nächstes Ziel ist es natürlich, Deutschland so ehrenhaft wie möglich bei der Weltmeisterschaft vertreten zu können und dort auch das Maximum herausholen zu können. Und vor allem eben dort auch eigene Erfahrungen sammeln zu können. Und selbst wenn es nix werden würde im Frühjahr mit dem Weltmeistertitel – für Noah, Johannes, Florian, Luca, Louisa und Caro zählt vor allem, Teil eines solchen Projektes zu sein und zu wissen, was man da tolles geschaffen hat.

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