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Was verbindet Freiburg und die italienische Stadt Pisa - abgesehen von Fernbus und Zug? Ein Unternehmen namens Dotscene, das den berühmten Schiefen Turm von Pisa und das Freiburger Münster gescannt hat.

Der wohl berühmteste schiefe Turm der Welt steht in Pisa - und ein kleines Freiburger Unternehmen hat nun aufsehenerregende Aufnahmen von dem Bauwerk gemacht. Entstanden sind dreidimensionale Scans mit 600.000 Bildpunkten pro Sekunde. Es ist eine sogenannte Zustandsdokumentation für das Archiv des UNESO Weltkulturerbes.

Kleines Start-up aus Freiburg

Dotscene heißt das Unternehmen, und der Auftrag in Pisa ist für sie ein Meilenstein. Im Jahr 2020 haben sie das Freiburger Münster digitalisiert. Der Schiefe Turm von Pisa war eine ganz neue Herausforderung für das Start-up von Geschäftsführer Nicolas Trusch.

"Wenn man sich anschaut, was wir als Team geschafft haben und an was für Objekte wir inzwischen ran dürfen, das macht natürlich stolz."

Dotscene-Geschäftsführer Nicolas Trusch, Trusch

Moderne Lasertechnik

Mittelalterliche Baukunst trifft auf moderne digitale Technik. Der hochauflösende Laserscanner ist eine Eigenentwicklung: klein, mobil und schnell. Für den knapp 56 Meter hohen Turm haben die Freiburger nicht einmal zwei Tage gebraucht. Die Italiener reagierten zunächst mit Skepsis und ungläubigem Staunen, erzählt Nicolas Trusch.

Knapp eine Milliarde Bildpunkte

Die engen ausgetretenen Wendeltreppen im Inneren, die Säulengalerien an der Außenseite - insgesamt knapp eine Milliarde Bildpunkte. Ein digitales Kunstwerk und so hochauflösend, dass künftig jeder Zentimeter des weißen Marmors am Computer genau unter die Lupe genommen werden kann. Das ist für Historiker und die Archivare von großem Nutzen - und für diejenigen, die diesen Turm erhalten wollen. Die Reaktion der Italiener auf die Bilder aus Freiburg folgte prompt: "Bellissimo" haben sie geschrieben, also auf Deutsch "wunderschön".

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