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Wirtschaft, Industrie, Handwerk, oder auch Touristiker, die Kirchen und der Einzelhandel: Selten herrschte so große Einigkeit in Südbaden. Alle sind mit zum Teil scharfen Worten gegen den Beschluss der Politik, an Ostern einen harten Lockdown für fünf Tage vorzunehmen.

Handwerkskammer Freiburg

Die Kirchen sollen am Osterfest keine Präsenz-Gottesdienste abhalten, was als Idee alle überrascht hat. Vermieter von Ferienwohnungen, Hotels, die Gastronomie, der Einzelhandel: Niemand will so richtig verstehen, warum im Schwarzwald kein Tourismus möglich sein soll. Die Handwerkskammer Freiburg teilte wörtlich mit: "Ein Ziehen der 'Notbremse' im Handwerk halten wir angesichts der ausgearbeiteten und bewährten Hygienekonzepte in den Betrieben für falsch."

IHK Südlicher Oberrhein

Die IHK Südlicher Oberrhein lässt verlauten: "Besonders für die Gastronomie, Reise-Wirtschaft, Kultur- und Kreativ-Wirtschaft ist das ein erneuter Schlag ins Gesicht und für die Innenstädte und den Einzelhandel eine Total-Katastrophe - statt Perspektiven zur Öffnung müssen Unternehmen dieser Branchen weiterhin um ihr Überleben kämpfen."

Freiburg

Reaktionen zum Oster-Lockdown Südbadische Gastronomie und Tourismus-Branche sind frustriert

Die Enttäuschung über die neue Verlängerung des Lockdowns in Deutschland ist in vielen Branchen und Bereichen groß. Es geht nicht vorwärts. Jetzt kommt der Frühling nach Südbaden, aber nicht einmal die Außengastronomie darf öffnen.  mehr...

Badische Wirtschaftsverbände

Die Wirtschaftsverbände in Baden teilen mit: "Die Unternehmer laufen bei uns Sturm wie noch nie zuvor." Das sagte wvib-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer zum überraschenden Vorhaben von Bundesregierung und Landesregierungen, den kommenden Gründonnerstag und den Karsamstag kurzfristig juristisch zu Zwangs-Urlaubstagen für ganz Deutschland zu erklären, an denen alles ruhen solle. Und die badischen Unternehmer in ihrer Mitteilung weiter: "Unzählige Stimmen sind fassungslos über den konfusen 'Aprilscherz', der wenig bringt, viel kostet und noch mehr Fragen auslöst, die noch immer nicht beantwortet sind." Der wvib spricht von "blindem und planlosem Aktionismus der Politik".

IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Mit ebenso deutlichen Worten kritisiert die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg: "Diese Entscheidungen der Politik seien kaum nachvollziehbar und mehr als enttäuschend", so der Vizepräsident der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Steffen Würth. Aus seiner Sicht würde ein möglicher Ruhetag am Gründonnerstag zudem immense Kosten für die angeschlagenen Betriebe bedeuten.

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