STAND

Der SC Freiburg hat am Montag mit 31 Spielern das Training für die neue Saison aufgenommen, zwei waren verhindert. Aber wie vor der Pause ist die Corona-Pandemie präsent.

SC-Vorstand Jochen Saier beobachtet die Spieler anderthalb Stunden lang beim  Lockern und Dehnen, bei Sprints, Richtungswechseln und Kurzpass-Übungen. Danach hat er ein gutes Gefühl: "Man konnte sehen, die Jungs waren wieder froh hier zu sein nach dieser Pause. Sie konnten mal runterfahren, weil die letzte Saison anstrengend war unter den besonderen Pandemie-Voraussetzungen," so Saier. Diese hätten sich freilich nicht verändert, sodass über der kompletten Saison sehr viel Unsicherheit liegen würde. Man wolle jetzt gut mit der veränderten Situation umgehen und schauen, was noch im Kader passiert.

Mehrere Spieler auf Absprung

Stammtorhüter Alexander Schwolow und Kapitän Mike Frantz haben den SC bereits in Richtung Berlin beziehungsweise Hannover verlassen. Weitere potentielle Wechselkandidaten sind Robin Koch, Luca Waldschmidt und Janik Haberer, der beim Trainingsauftakt am Montag fehlte. Die Wechselperiode endet in diesem Jahr erst am 5. Oktober – also nach dem 3. Spieltag.

Streich ist zuversichtlich

SC-Cheftrainer Christian Streich gibt sich dennoch gelassen: "Das ist ein Stück weit normal für uns", so der Coach. Es gehe immer darum Spieler aufzubauen. Das sei aber auch bei anderen Profivereinen so. "Es kann also sein, dass der ein oder andere Spieler, der heute dabei ist, geht. Aber darüber spekuliere ich nicht." Wenn es soweit sei, würde sich auch eine Lösung finden, ist Streich überzeugt. Man brauche eben das neue Stadion und das müsse man finanzieren. Ohne Ablösesummen gehe das nicht.

"Mit Schwolow und Frantz haben wir Abgänge, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich weh tun."

Nils Petersen

Stürmer Nils Petersen kennt die Situation, dass der SC jedes Jahr seine besten Spieler abgeben muss, seit Jahren. Aber er kann damit leben. "Mit Schwolow und Frantz haben wir Abgänge, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich weh tun. Wir haben viele Spiele zusammen bestritten und das ist dann schade. Aber das erleben wir jeden Sommer, das gehört dazu." Petersen, der mit 31 mittlerweile der älteste im Team ist, sieht auch, dass die Spieler immer jünger werden und hofft noch ein paar Jahre bleiben zu können.

Trainingsauftakt SC Freiburg mit Abstand (Foto: SWR, Sebastian Bargon)
Trainingsauftakt SC Freiburg mit Abstand Sebastian Bargon

Flekken künftig im Tor

Ein paar Jahre bleiben wird der niederländische Torhüter Mark Flekken, der seinen Vertrag beim SC verlängert hat. Er geht davon aus, dass er nach Schwolows Wechsel zu Hertha BSC die neue Nummer 1 im Tor der Freiburger sein wird: "Ich freue mich natürlich darüber, dass jetzt die Zeit gekommen ist, wo ich regelmäßiger ran darf. Ich habe in der letzten Hinrunde etwas gezeigt und hoffe, dass ich an den Leistungen jetzt anknüpfen kann."

Hoffnung auf Normalität

Egal ob Spieler, Vorstand oder Trainer – alle hoffen darauf, dass möglichst bald wieder Zuschauer in die Stadien dürfen. "Es ist wichtig, dass man Kontakt untereinander hat", sagt Christian Streich. "Deshalb hoffe ich, dass wir bald wieder zur Normalität zurückkehren können und endlich wieder Zuschauer ins Stadion dürfen."

STAND
AUTOR/IN