Torjubel des SC Freiburg beim 2:2 durch Samantha Steuerwald gegen Köln. (Foto: IMAGO, IMAGO / Beautiful Sports)

Liga-Premiere im Dreisamstadion

Freiburgs Bundesligistinnen in neuer Heimat: "Es ist ein Megastadion"

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Das erste Heimspiel im neuen Wohnzimmer: Die SC Freiburg Frauen haben am Freitagabend gegen den 1. FC Köln ihre erste Bundesliga-Partie im Dreisamstadion ausgetragen - Spannung bis zur letzten Spielsekunde.

Die Flutlichter strahlen, die Greenkeeper drücken ein paar Grasbüschel in den Rasen, die Fans rollen die Fahnen auf der Haupttribüne aus - alles ist angerichtet für die Premiere. Der Anpfiff ertönt pünktlich um 19:15 Uhr im Dreisamstadion. Die SC Freiburg Frauen in weiß-roten Trikots empfingen die Aufsteigerinnen aus Köln - zum ersten Mal im Dreisamstadion.

Ausgleich in letzter Sekunde

Nach dem Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg war es die erste Bundesliga-Partie für die SC-Frauen in ihrer neuen Heimat. Die Kölnerinnen - dynamisch, körperbetont - gingen mit zwei Treffern schnell in Führung: Sharon Beck in der 8. Spielminute und Weronika Zawistowska in der 23. Spielminute. Die Freiburgerinnen ließen den Kopf nicht hängen und kämpften sich zurück. Vor dem Halbzeit-Pfiff verkürzte SC-Spielerin Svenja Fölmli auf 1:2. In der zweiten Halbzeit bauten die Breisgauerinnen mehr Druck auf. In der allerletzten Spielsekunde gelang SC-Abwehrspielerin Samantha Steuerwald dann der Ausgleichstreffer.

SC-Herren raus, SC-Frauen rein

Ende September hatte die Herrenmannschaft des SC Freiburg ihr letztes Spiel in der alten Arena 3:0 gegen den FC Augsburg gewonnen. Der Abschied war emotional und tränenreich. Mit dem Europa-Park-Stadion hat für die Streich-Elf nun eine neue Zeitrechnung begonnen, genauso wie für die SC-Frauen im Dreisamstadion. SC-Stürmerin Svenja Fölmli freut sich über die besseren Trainings- und Spielbedingungen an der Schwarzwaldstraße. "Im Dreisamstadion kann man richtig Fußball spielen, ohne dass uns der Platz einen Strich durch die Rechnung macht."

Spielen im Dreisamstadion: Ein Booster für den SC-Frauen- und Mädchenfußball

Noch trainieren die SC-Profis im Dreisamstadion. Ende Januar, Anfang Februar, soll das Training auch im Europa-Park Stadion stattfinden. Dann kann die SC-Frauenabteilung den Trainingsrasen neben dem Dreisamstadion nutzen. In den vergangenen zehn Jahren trainierten die SC-Frauen mit weiteren Teams im Schönbergstadion. Den Sportplatz teilt sich die Frauenabteilung unter anderem mit Blau-Weiß Wiehre. SC-Frauenfußballmanagerin Birgit Bauer-Schick freut sich, dass der Frauen- und Mädchenfussball nun einen Standort mit einer guten Infrastruktur bekommt.

Großes Stadion, mehr Fans?

Knapp 24.000 Fans - so viele Zuschauerinnen und Zuschauer passen ins Dreisamstadion. Aufgrund der Corona-Verordnung waren am Freitagabend lediglich 750 Fans zugelassen. Es kamen mehr als 500 und fieberten auf der Haupttribüne mit, zum Beispiel der Fanclub der SC Frauen, die "Roten Füchse" mit Fahnen und Druckluftfanfaren.

"Mehr Möglichkeiten"

Mehr als 30 Mitglieder hat der Fanclub und hofft auf neue Gesichter. Das Möslestadion, die vorherige Spielstätte der SC-Frauen, sei zwar familiärer gewesen, aber im Dreisamstadion gebe es mehr Möglichkeiten, so Fanclub-Gründerin Friedrun Held. Die Mädchen- und Frauenabteilung hätte es schon lang verdient, im Dreisamstadion zu spielen. Das Dreisamstadion habe einfach einen Namen, hoffentlich ziehe es noch mehr Fans an, wünscht sich Fanclub-Mitbegründer Peter Geistert. Auch SC-Managerin Birgit Bauer-Schick wünscht sich, dass die SC-Frauen-Fankultur durch das Dreisamstadion einen neuen Schwung erfährt.

Der SC-Frauen Fanclub "Rote Füchse" im Dreisamstadion. (Foto: SWR, Anita Westrup)
Der SC-Frauen Fanclub "Rote Füchse" im Dreisamstadion. Anita Westrup

Das nächste Heimspiel im Dreisamstadion steigt übrigens am 18. Dezember gegen die Kickerinnen der TSG Hoffenheim - ein Baden-Württemberg-Derby vor Weihnachten.

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