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Die Restaurants in Frankreich bleiben weiterhin zu. Sehr zum Leidwesen der Sauerkraut-Hersteller. Derzeit hat die elsässische Spezialität Hochsaison, doch fürs Sauerkraut gibt kaum Abnehmer.

Begonnen hat die elsässische Krauternte bereits im August und dauert noch bis in den Dezember. Trockenheit und Schädlinge haben sie dieses Jahr gut überstanden - aber Corona macht den Kraut-Produzenten einen Strich durch die Rechnung. Nicht alles kann vom Feld geholt werden, denn für die Krautköpfe gibt keinen Platz mehr. Seit drei Wochen ist die Sauerkraut-Fabrik in Maistrazheim geschlossen und den Mitarbeitern wurde gekündigt. Alle Fermentier-Anlagen sind voll.

Benoit Hindermeyer ist Sauerkraut-Hersteller, er berichtet: "Kraut, das bereits fermentiert ist, kann ohne Problem ein Jahr lang eingelagert werden. Das Problem das wir haben, ist unsere Lager-Kapazität. Der Kohl auf den Feldern müsste jetzt geerntet werden." Sogar zusätzliche Fässer wurden angeschafft, aber auch die sind mittlerweile randvoll.

Die ganze Branche versucht jetzt mit Plakaten für das Sauerkraut zu werben und hofft auf die Verbraucher, die es direkt einkaufen. Die Gastronomie, die eigentlich ein Drittel des Sauerkrauts abnimmt, soll noch bis 20. Januar geschlossen bleiben.

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