Roche feiert 125-jähriges Jubiläum (Foto: SWR, Schweizer Fernsehen, France 3)

Pharma-Konzern feiert Jubliäum

125 Jahre Roche Basel: Vom Wundpulver zu Krebsmedikamenten

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Die mächtigen Roche-Türme prägen das Bild der Skyline in Basel. Sie stehen für eine 125-jährige Erfolgsgeschichte mit ganz bescheidenen Anfängen.

Eine Lichtshow zum Jubiläum, vier Abende lang - projiziert an einen der mächtigen Roche-Türme. Doch angefangen hat alles deutlich bescheidener in Basel: mit drei Angestellten und der Herstellung von Wundpulver und Hustensaft. 1910 hätte Fritz Hoffmann-La Roche sein Unternehmen beinahe von Basel ins südbadische Grenzach verlegt. Dort stand bereits eine große Produktionsanlage. Mit Ausbruch des 1. Weltkriegs gab er die Idee auf, denn die Kommunikation mit dem Werk in Deutschland war kaum noch möglich.

Mit dem Verkauf von Vitamin C schuf sich Hoffmann-La Roche ein wichtiges Standbein. Besonders brisant: Die Verstrickung des Konzerns in Opiate-Kartelle bis 1945. Heroin oder Opium dienten damals als Basis für Medikamente und wurde in großen Mengen hergestellt und verarbeitet. Mit dem Beruhigungsmittel Valium sicherte sich Roche ab 1963 einen Platz an der Weltspitze der Pharmaindustrie. Heute stehen Krebsmedikamente im Fokus.

Dem Hauptsitz Basel ist die Familie Hofmann-La Roche seit 125 Jahren treu. "Man weiß, dass das internationale Management von Roche mehrfach überlegt hat, ob Basel der richtige Standort für den Hauptsitz ist. Die Familie Hoffmann war immer ein Verfechter davon, dass das Unternehmen Schweizer Wurzeln hat und darum auch in der Schweiz bleibt", so Balz Hösly, Rechtsanwalt und Experte für Familienunternehmen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum hat der Verwaltungsrat von Roche dieses Bekenntnis zur Schweiz und zu Basel gerade wieder erneuert.

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