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Herzoperationen schonender und präziser machen - das will die Uniklinik Freiburg mit einem Roboter schaffen. Vorteile soll das dann für beide Seiten haben: für Patienten und Behandelnde.

Wer am Herzen operiert wird, braucht meist Monate, um sich von dem Eingriff zu erholen. Um diese Zeit in Zukunft zu verkürzen, setzt die Uniklinik Freiburg einen der weltweit modernsten Herzkatheter-Roboter ein.

Roboter hat Vorteile für Patienten und Behandelnde

Der Roboter soll Herzoperationen nicht nur genauer und somit schonender für die Patientinnen und Patienten machen, sondern bringt auch Vorteile für die Behandelnden mit sich. Denn dadurch, dass der Roboter ferngesteuert wird, muss sich das medizinische Fachpersonal während der Operation nicht im Bereich der schädlichen Röntgenstrahlung aufhalten.

"Jetzt brauche ich nicht neben der Röntgenquelle zu sitzen oder zu stehen, sondern sitze hier draußen bequem ohne Strahlenbelastung und kann ganz entspannt ganz ruhig und ganz hoch konzentriert arbeiten."

An der Uniklinik Freiburg können Stents mithilfe eines Roboters präziser und schonender gelegt werden. (Foto: SWR, SWR)
An der Uniklinik Freiburg können Stents mithilfe eines Roboters präziser und schonender gelegt werden. SWR

Gesteuert wird der Roboter aus dem Nachbarzimmer - eine OP per Joystick sozusagen. Damit kann der Stent millimetergenau eingesetzt werden.

Roboter kann mit seiner präzisen Arbeit Leben retten

In einem Fall sei der Patient schon fast tot gewesen, hieß es von der Uniklinik Freiburg. Der betroffene Mann habe einen schweren Herzinfarkt gehabt und sei schließlich von seiner Tochter im letzten Moment reanimiert worden. Später wurde ihm an der Uniklinik Freiburg ein Stent eingesetzt - ebenfalls mit Hilfe dieses modernen Roboters.

Uniklinik Freiburg ist eine der wenigen Kliniken, die so operieren

Die Uniklinik Freiburg ist eine von fünf Städten in Europa, in denen ein solcher Roboter eingesetzt wird. Die Freiburger Mediziner sind fest davon überzeugt, dass die Herz-OP mit Roboter die Herzkatheter-OP der Zukunft sein wird.

"Das dauert natürlich ein paar Jahre, bis das überall in der Routine ankommt, aber ich bin da sehr, sehr optimistisch, dass es so sein wird."

Und der Roboter bringt noch mehr gute Aussichten für die Zukunft: Durch die Fernsteuerung des Roboters könnte eine solche Operation auch zum Beispiel von Berlin aus durchgeführt werden, auch wenn der Patient in Freiburg im OP liegt.

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