Nach 30 Jahren wird die Ortsumfahung Oberlauchringen endlich eingeweiht. (Foto: SWR, Petra Jehle)

Langwieriges Verfahren

Ortsumfahrung in Oberlauchringen nach 30 Jahren eröffnet

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AUTOR/IN
Petra Jehle
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Gabi Krings

Nach vier Jahren Bauzeit und mehr als 30 Jahren Planung ist in Oberlauchringen im Landkreis Waldshut die neue Ortsumfahrung fertig. Am Mittag wurde sie feierlich eingeweiht.

Projekt erstmals 1992 im Bundesverkehrswegeplan

Über 30 Jahre haben die Menschen in Oberlauchringen auf ihre Ortsumfahrung gewartet. 1992 wurde sie nach anfänglichen Planungen erstmals im Bundesverkehrswegeplan aufgeführt. Am Mittwoch, 24.11.2121, um 12 Uhr, haben der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger, die Staatssekretärin im Landesverkehrsministerium, Elke Zimmer, und die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer die zwei Kilometer lange Ausbaustrecke endlich für den Verkehr freigegeben.

Von Autobahn zu Bundesstraße zurückgestuft

Die Ortsumfahrung in Oberlauchringen bildet das vorläufige Ende der Hochrheinautobahn A 98. Weiter in Richtung Osten ist die Autobahn, die von Basel an den Bodensee führen sollte, nicht mehr geplant. Die Ortsumfahrung war zunächst als Autobahnteilstück vorgesehen. Sie wurde dann zu einer Bundesstraße zurückgestuft, womit die Chancen für einen Bau gestiegen waren. Die Gesamtkosten dafür haben sich auf rund 25 Millionen Euro summiert.

Aufatmen in Oberlauchringen nach langem Warten

Mehr als 13.000 Fahrzeuge quälten sich bisher täglich durch den Ortskern von Oberlauchringen. Die Verkehrsplaner gehen davon aus, dass sich der Verkehr um 60 Prozent verringern wird. Der Ort soll jetzt einen neuen Kern bekommen. Als erste Nutzer durften heute Kinder der Grundschule mit ihren Rollern über die noch abgesperrte Straße fahren.

Dass die Ortsumfahrung nach so langer Zeit doch noch Wirklichkeit werden würde, hat in Oberlauchringen kaum noch jemand geglaubt. Drei Jahrzehnte lang musste sich der Ort in Geduld üben. Ein Armutszeugnis. Die endlich fertiggestellte Straße hätte man deshalb nicht mit einem Festakt einweihen dürfen, findet SWR-Reporterin Petra Jehle in ihrem Kommentar.

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