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Freiburg und seine Umgebung schneiden derzeit bei den Corona-Zahlen im Land am besten ab - trotz der Nähe zu Hochinzidenzgebiet Frankreich. Woran das liegt, weiß keiner so genau.

Die Inzidenz der Stadt Freiburg liegt konstant unter 100 - dabei ist das Hochinzidenzgebiet Frankreich gar nicht weit entfernt. Über die Gründe dafür könne man nur mutmaßen, teilte die Stadt Freiburg mit. Möglicherweise liege es an der Wirtschaftsstruktur. "Freiburg hat wenig produzierendes Gewerbe, so dass die Menschen eher in Branchen arbeiten, in denen Homeoffice besser möglich ist", hieß es. Auch die hohe Akademisierung in Freiburg als Uni- und Forschungsstadt könne eine Rolle spielen. Die Verwaltung kommuniziere außerdem intensiv über die Maßnahmen, etwa mit Hilfe der sozialen Medien und digitaler Corona-Sprechstunden. Weniger getestet als anderswo werde nicht, hieß es.

 Konstant niedrige 7-Tage-Inzidenz in Region Freiburg

Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Freiburg laut Landesgesundheitsamt bei 74,4. Im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, der Freiburg nahezu umschließt, lag der Wert noch niedriger: bei 69,8. Der Schnitt fürs gesamte Land liegt dagegen am Donnerstag bei 183.

Auch ähnliche große Städte haben eine weitaus höhere Inzidenz. In Heidelberg lag diese zuletzt bei 113,9 (Stand: 20.4), in Karlsruhe bei 107,7 (Stand: 20.4).

Der Virologe Hartmut Hengel von der Uniklinik Freiburg hatte zuletzt der "Badischen Zeitung" gesagt, eine abschließende wissenschaftliche Erklärung für die niedrigen Zahlen in der Region gebe es nicht - und ein größerer Ausbruch könne die Lage schnell verändern.

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