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Nur 150 Autos, die vor 1973 angemeldet worden sind, haben das Kennzeichen "SÄK" getragen. Doch jetzt gibt es wieder neue Schilder mit dem alten "SÄK" im Kreis Waldshut.

"Die Schilder behalte ich hier und Sie gehen zur Kasse und bekommen das neue "SÄK"-Kennzeichen", sagt der Mitarbeiter der Säckinger Zulassungsstelle und gibt Stefan Sigrist die Papiere zurück. Der Laufenburger ist einer der ersten, der heute morgen ein neues Nummernschild erhält: "Mir hat das besser gefallen, als das "WT" und da ich das Fahrzeug eh neu zugelassen habe, habe ich mich für "SÄK" entschieden."

"SÄK ist ästhetischer, als WT."

Stefan Sigrist

Der 25-Jährige findet es einfach schöner. Nostalgische Gründe - in Erinnerung an das alte Kennzeichen - spielten bei ihm keine Rolle: "Mir ging es da in der Hauptsache um das Ästhetische."

"Das ist irgendwie Heimatliebe"

Gisela Döbele, Säckingerin

Gisela und Siegfried Döbele haben da ganz andere Beweggründe: "Ja, als alte Säckinger, man kann ja noch nicht mal verreisen, dann müssen wir das Geld in Nummernschilder anlegen. Und Gisela Döbele fügt hinzu: "Das ist halt irgendwie Heimatliebe, ich habe auch lange auf dem Landratsamt geschafft."

"SÄK - EL - 1E" für den Ersten Landesbeamten

Mehr als 3.000 Reservierungen für das neue Kennzeichen lagen am Montagmorgen vor. Der erste, der sich das Neue direkt reserviert hat, war der Erste Landesbeamte des Landkreises - und das mit einem Augenzwinkern: "Ich habe "SÄK - EL": Das EL steht für Erster Landesbeamter." Als das im Kreistag so bestimmt wurde, so Jörg Gantzer habe er gesagt, er werde den ersten "SÄK - EL" nehmen.

Dass er mit diesem Nummernschild nicht überall Ehrerbietung erfahren wird, das ist ihm jetzt schon klar: "Sä(c)kel kommt ja von Geldbeutel, also Geldsack. Aber das sagt man auch zu jemandem, den man als Idiot ansieht. Und wenn man jemanden überholt, steht das Motto direkt drauf", sagt er schmunzelnd.

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