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Die Stadt Freiburg hat ein ehrgeiziges Ziel. Alle Kinder und Jugendliche sollen in Kürze mit einem einfachen und kindgerechten Verfahren auf das Coronavirus getestet werden. Am Montagmorgen wurde vor dem Unterricht an einem Gymnasium im Freiburger Stadtteil Herdern getestet.

An allen Kitas und Schulen der Stadt Freiburg soll eine neue Test-Strategie angewandt werden: Pooltests, auch Schoco- oder Lolly-Tests genannt, sollen zum Tragen kommen. Speichelproben aller Schüler einer Klasse sollen gemeinsam getestet werden. Ist der Befund positiv, werden die Schüler einzeln getestet. Dies soll Geld und Kapazitäten sparen. Noch befindet man sich in der Pilotphase.

Die Klasse 6d des Droste-Hülshoff-Gymnasiums: Keine Englisch-Vokabeln, keine Deutsch-Grammatik, kein Geographie-Unterricht - die 21 Schülerinnen und Schüler hören gebannt zu. Frank Uekermann von der Stadt Freiburg erklärt den Pool-Test. Die Schüler führen den Test dann selbst durch: Lutschen auf einem Wattetupfer. Alle Tupfer werden dann in ein Sammelgefäß geworfen, bilden einen Pool. Anschließend lutscht jeder Schüler nochmals auf einem zweiten Abstrichtupfer, der mit Namen beschriftet wird.

Alle Röhrchen mit den Tests werden gesammelt und per Fahrrad-Kurier in ein Labor gebracht. Bis gegen 14 Uhr sollen die Ergebnisse vorliegen. Bei negativem Ergebnis geht der Unterricht weiter. Ist der Test positiv, müssen die Schüler der Klasse nach Hause. Dann werden die Einzelproben untersucht. Frank Uekermann spricht von erheblichen Vorteilen dieser Test-Strategie. Einmal pro Woche soll jeder Schüler getestet werden. Die Stadt will mehr Sicherheit an den Schulen. Freiburgs Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik: "Die Tests sollen das Öffnen der Schulen ermöglichen."

Noch ist völlig unklar, was die Tests die Stadt Freiburg kosten wird. Das habe man noch gar nicht richtig durchgerechnet, gibt Frank Uekermann zu. Die Kosten sind also noch nicht abzuschätzen. Die Schulbürgermeisterin geht allerdings davon aus, dass die Stadt nicht alleine auf den Kosten sitzen bleibt. Mit Blick auf die politische Verantwortung ist sie der Meinung, die Landesregierung solle die Kosten gar übernehmen.

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