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Seit Mitte Dezember sind die Schulen geschlossen in Baden-Württemberg. Abgesehen von Grundschulen und den Abschlussklassen der weiterführenden Schulen galt seit den verlängerten Weihnachtsferien für alle: Fernunterricht.

"Herzlich willkommen am MSG" - steht am Haupteingang des Martin Schongauer Gymnasiums in Breisach. Hier sind am Montag erstmals seit drei Monaten auch die rund 200 Mädchen und Jungs der Jahrgangsstufen 5 und 6 wieder durchgegangen.

Schüler und Lehrer sind erleichtert

Der Französisch-Lehrer Bernhard Thill war heilfroh seine 6a mal wieder analog und in Farbe unterrichten zu können - wenn auch getrennt in zwei verschiedenen Räumen. Er findet, die Schüler seien sehr engagiert und motiviert im Unterricht und mit Freude dabei.

Die Hygienevorschriften für den Präsenzunterricht sind streng

Es gilt: Lüften, Maskenpflicht und Abstand halten sowie in den Fluren ein Einbahnstraßen-System. Als zusätzlichen Schutz können sich die Lehrkräfte impfen, beziehungsweise zweimal pro Woche testen lassen.

Kurzfristige Entscheidungen erschweren analogen Betrieb

Die Herausforderung für die Schulen sei enorm, so der stellvertretende Schulleiter Karl-Georg Schnitzler, vor allem kämpfen die Schulen mit den kurzfristigen Entscheidungen der Bildungspolitik des Landes. Er wünscht sich vor allem einen geregelten Schulbetrieb. Immerhin seien jetzt neben den Kursstufen 11 und 12 auch die unteren Klassenstufen 5 und 6 wieder da. Das schaffe Normalität.

Homeschooling hat Vorteile aber auch Defizite

Auch die Kinder der 6a finden es gut ihre Klasse und die Lehrerinnen und Lehrer wieder leibhaftig vor sich zu sehen. Auch wenn das Homeschooling durchaus für manche auch seine Vorteile hatte. Allerdings sieht Karl-Georg Schnitzler in der Stoffvermittlung im Online-Unterricht große Defizite. Wie man diese Wissenslücke stopfen soll, weiß er noch nicht. Die Hoffnung ist aber, dass sich bis zu den Sommerferien für alles eine Lösung findet.

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