Nach dem Großbrand in einer Unterkunft für Jugendliche in St. Märgen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald am Samstag gibt es keine konkreten Anhaltspunkte für Brandstiftung. (Foto: EinsatzReport24)

Keine Anhaltspunkte für Brandstiftung am Thurner

"Sicherheitsgefühl der jungen Menschen erschüttert": Stiftung "timeout" sucht neuen Standort

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Christine Veenstra

Nach dem Brand in einer Unterkunft für Jugendliche in St. Märgen gibt es keine konkreten Anhaltspunkte für Brandstiftung. Die Betreiber-Stiftung sucht aber einen neuen Standort.

Nach einem Brand in einer Unterkunft für Jugendliche am Thurner (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) beklagt die Stiftung "timeout" eine ablehnende und teilweise feindselige Haltung der Bevölkerung vor Ort. Sie ist Betreiberin der Unterkunft und will jetzt nach einem anderen Standort suchen.

Ein Sprecher der Stiftung hatte nach dem Brand die Möglichkeit eines Brandanschlags ins Gespräch gebracht. Brandsachverständige haben aber keine Hinweise auf Brandstiftung gefunden.

Vertrauen und Sicherheitsgefühl erschüttert

Die Stiftung "timeout" betreut in dem betroffenen Gebäudekomplex in St. Märgen seit vielen Jahren Schulverweigerer, aber auch unbegleitete Jugendliche auf der Flucht. Nach einem Brand am vergangenen Samstag hatten mehr als 30 Jugendliche die Einrichtung verlassen müssen. 20 jugendliche Geflüchtete konnten inzwischen wieder in das Gebäude zurückkehren.

Laut "timeout" sind Vertrauen und Sicherheitsgefühl der jungen Menschen und der Mitarbeitenden aber nachhaltig erschüttert - "unabhängig davon, wer oder was den Brand verursacht hat", so schreibt die Stiftung. Nach den jüngsten Ereignissen werde man nach einem Standort suchen, an dem die jungen Menschen, gleich welcher Herkunft, willkommen seien.

Hauptsitz wird nach Freiburg verlegt

Ihren Hauptsitz will "timeout" nun nach Freiburg verlegen. Die Entscheidung sei "Ergebnis einer sehr schmerzhaften Analyse der aktuellen Situation im Umfeld am Thurner und im politischen Raum", heißt es.

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Der Brand in der Unterkunft war am Samstagmorgen im unteren Bereich des Gebäudes außen ausgebrochen, in einem Unterstand für Müllcontainer. Er hatte sich dann außen nach oben ausgebreitet und dort den Dachstuhl ergriffen. Alle Jugendlichen hatten das Gebäude unverletzt verlassen können.

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