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Im Freiburger Mundenhof gibt es gerade jede Menge Nachwuchs. Und auch sonst ist genug zu tun, denn durch das Besuchsverbot fehlen auch die Kinder und Jugendlichen, die sonst helfen.

Seit ein paar Wochen hat die Zwergziegenfamilie sechs kleine Zicklein. Die schwarzweißen und braunen Kitze sind wohlauf. Zwei von ihnen müssen allerdings mehrmals täglich mit dem Milchfläschchen gestillt werden, denn das Muttertier hatte einen Infekt. Und auch sonst hat Tiergehege-Leiter Matthias Hiltmann gerade reichlich zu tun.

Dauer

Im Prinzip läuft der Alltag wie sonst auch

"Es muss alles getan werden", so Hiltmann. Zu den Jungtieren gibt es auch alte, kranke und verletzte Tiere, um die man sich kümmern muss. Insgesamt sind es über 400 Tiere, die auf dem Mundenhof leben. Affen, Kamele, Wasserbüffel, Buntmarder - mehr als 30 verschiedene Arten. Auf dem weitläufigen Parkgelände sieht man derzeit nur wenige Tierpfleger. Eine Sicherheitsmaßnahme, damit immer genügend gesunde Mitarbeiter in Reserve sind.

Das Kontiki vermisst seine jugendlichen Besucher

Im Stall von Kontiki, dem tierpädagogischen Bereich des Mundenhofs, gibt es ebenfalls Nachwuchs: Ein halbes Dutzend flauschige Küken wuselt da um die Henne herum. Ein Bild das Kinderherzen höherschlagen lässt - normalerweise. "Was hier gerade fehlt sind die Kinder und Jugendlichen, die sich genau das anschauen und kümmern." Kontiki-Leiter Till Meinrenken erklärt, dass die Kinder an dieser Tätigkeit auch wachsen, lernen und was erfahren können. "Das fehlt hier - das empfinde ich als großen Mangel."

Die Grenzschließung behindert die Futterlieferungen

Sorgen bereiten auch die Futterlieferungen, denn manche Spezialnahrung kommt aus dem Ausland, so Gehegeleiter Matthias Hiltmann. So gibt es auch Lieferanten mit Sitz in der Schweiz, die gerade für die exotischen Tierarten anliefern. Wie es hier weitergeht, weiß man bisher noch nicht.

Freiburg Mundenhof macht zu

Zum ersten Mal in der Geschichte macht die Stadt Freiburg das Tiergehege Mundenhof zu. Die Schließung gilt ab sofort und bis auf Weiteres, und sie gilt auch für alle Spielplätze auf dem Gelände. Besucher/innen werden an den Haupteingängen des weitgehend offenen Geländes mit Schildern an Absperrgittern und Bauzäunen darauf hingewiesen, dass der Mundenhof geschlossen ist. Grundlage dieses Schritts ist die Bundesverordnung, die Schließung von Freizeit- und Tierparks anordnet.  mehr...

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Das Coronavirus hat wochenlang das öffentliche Leben in Rheinland-Pfalz weitgehend lahmgelegt. Inzwischen sind viele Einschränkungen gelockert worden, das Virus bestimmt aber nach wie vor den Alltag. Die aktuelle Entwicklung hier im Blog.  mehr...

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