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Durch die Pandemie sind Masken zu einem unverzichtbaren Kleidungsstück geworden. Oft sind sie auch Werbeträger für eigene Vorlieben - wie die Mundart-Maske der Muettersproch-Gsellschaft Freiburg.

Können Sie alemannisch? Was ist zum Beispiel mit "Sunnewirbili" gemeint? Feldsalat, Sommersprossen oder ein Mückenschwarm? Diese Quizfrage stellte Uschi Isele von der Muettersproch Gsellschaft den Passantinnen und Passanten auf dem Freiburger Münstermarkt. Ein Mann hat die richtige Antwort schnell parat: "Das ist Feldsalat!" Im Alemannisch-Quiz geht es um die Bedeutung zahlreicher weiterer Dialektbegriffe. Ein anderer Herr weiß beispielsweise, dass ein "Dubel" ein einfältiger Mensch ist.

Mit der Frageaktion wirbt Uschi Isele für den alemannischen Dialekt. Die Zustimmung in Freiburg ist groß: "So sind wir aufgewachsen. Das ist unser Heimatdialekt", sagt Konrad Ebel, einer der Befragten. "Im Dialekt kann man genau das ausdrücken, was man fühlt", erklärt seine Begleiterin Veronika Eble. "Im Grunde genommen ist Hochdeutsch meine erste Fremdsprache."

Dialekt-Maske als Belohnung

Wer beim Quiz besteht, bekommt dafür einen Mund-Nasenschutz mit der Aufschrift "Trau di halt – schwätz alemannisch" geschenkt. Uschi Isele trägt die Mundart-Maske selbst, für sei, eine Liebeserklärung ans Alemannische. Auf ihren Mund-Nasen-Schutz ist sie schon oft angesprochen worden. In der Straßenbahn oder auch im Fitness-Studio. Da sei eine Frau auf sie zugekommen und wollte wissen, woher sie die schöne Maske habe. Man komme so schnell mit den Leuten ins Gespäch: "Uf Alemannisch natirlich!"

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