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Der Schweizer Schriftsteller Christoph Keller ist am Sonntag in Waldshut-Tiengen mit dem Alemannischen Literaturpreis ausgezeichnet worden.

Der Preis wird alle drei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Sein neuer Roman trägt den Titel "Der Krüppel als Superheld".

Kellers Roman über Ingenieur überzeugte

Der 58-Jährige sitzt seit seiner Jugend im Rollstuhl und schreibt mit Humor über die Welt aus dem Blick eines Rollstuhlfahrers. Mit dem Alemannischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde er für seinen 2019 erschienenen Roman: "Der Boden unter den Füssen". Er handelt von einem Schweizer Bauingenieur, dessen Brücke kurz nach der Fertigstellung einstürzt und neun Menschen in den Tod reisst.

Frühere Preisträger

Der Brückenbauer geht in Quarantäne und fordert, dass die Welt aufhören solle zu reisen und ein Ende des kapitalistischen Wachstums. Geschrieben hat Keller das Buch bereits ein Jahr vor Ausbruch der Coronapandemie. Der alemannische Literaturpreis wird an Künstler aus dem alemannischen Sprachraum verliehen, der von Voralberg über die Deutschschweiz, den Südwesten bis ins Elsass reicht. Frühere Preisträger sind unter anderem Arnold Stadler, Martin Walser oder Thomas Hürlimann.

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