Freiburg

Lange Haftstrafe für Messerstecher

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Im sogenannten Messerstecher-Prozess hat das Freiburger Landgericht einen 24-jährigen Mann wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren verurteilt. Er hatte im Oktober 2020 in der Freiburger Innenstadt einen Gleichaltrigen mit einem Messer attackiert und tödlich verletzt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der vorbestrafte Angeklagte in einer Bar mit seinem Opfer aus nichtigem Anlass in Streit geriet. Die intensive Auseinandersetzung sei vor der Tür weitergegangen. Plötzlich habe der 24-Jährige ein Klappmesser gezogen und den anderen Mann niedergestochen. Dieser erlag wenig später in der Freiburger Uniklinik seinen Stichverletzungen. Der Angeklagte nahm das Urteil ohne sichtliche Regung entgegen. Das Gericht geht davon aus, dass er für die Allgemeinheit weiterhin gefährlich bleibt. Deshalb wird gegen Ende der Haftstrafe geprüft, ob er in Sicherungsverwahrung kommt.

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