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Eine neue Ermittlungsgruppe im Polizeipräsidium Offenburg kämpft seit Februar gegen einen exorbitanten Anstieg von Straftaten im Bereich der Kinderpornografie. Über Daten aus den USA kommen die Beamten vor allem Jugendlichen auf die Spur, die Kinderpornografie über Messenger-Dienste teilen. Die sogenannte Schulhof-Kinderpornografie macht im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg rund drei Viertel solcher Straftaten aus. Das heißt Täter und Täterinnen haben in der Regel keine pädophilen Neigungen. Dennoch geht es um Bilder, hinter denen oft ein realer, äußerst brutale Missbrauchsfall steht. Laufen entsprechende Daten über Server in den USA, bekommen deutsche Behörden davon Kenntnis. In Offenburg geht seit Februar eine neue 13-köpfige Ermittlungsgruppe den Fällen nach. Beamte rücken nach Hinweisen zu Hausdurchsuchungen aus. Laut dem Leiter der Offenburger Kripo Wolfgang Jäger stünden zunächst häufig Familienväter unter Verdacht. Dann zeige sich, dass der 15-jährige Sohn der Täter sei. Für alle Beteiligten sei das eine riesige Belastung. Auch für die Polizisten, die tausende Bilder auswerten müssten.

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