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In Freiburg geht der Rechtsstreit um mögliche Nebenwirkungen einer Antibabypille des Pharmakonzerns Bayer am Dienstagvormittag in die nächste Runde. In der Berufungsverhandlung vor dem Zivilsenat des Oberlandesgerichts klagt eine Frau aus Südbaden auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Die Frau, die ursprünglich aus Bad Säckingen kommt und jetzt in Offenburg lebt, hatte 2009 eine beidseitige Lungenembolie und einen Kreislaufzusammenbruch mit Herzstillstand erlitten. Den Grund dafür sieht sie in der Einnahme eines Verhütungsmittels von Bayer mit dem Wirkstoff Drospirenon. 2018 hatte das Landgericht Waldshut-Tiengen ihre Klage auf Schmerzensgeld und Schadenersatz abgelehnt, da sie aus Sicht des Gerichts den Zusammenhang der gesundheitlichen Schäden mit der Pille von Bayer nicht nachweisen konnte. Bei der Berufungsverhandlung in Freiburg soll ein Sachverständiger gehört werden. Mit einer abschließenden Entscheidung ist zunächst noch nicht zu rechnen.

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