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Das grenznahe Schweizer Atomkraftwerk Beznau ist wegen Fehlern erneut in die Schlagzeilen geraten. Laut Recherchen der atomkritischen Schweizerischen Energiestiftung haben die Betreiber erst nach 30 Jahren bemerkt, dass Bauteile an Notstrom-Geräten fehlen. Im Dezember waren die beiden Kraftwerke außerplanmäßig abgestellt worden. Der Betreiber sprach von Mängeln bei Notstromgeräten. Diese kühlen den Reaktorkern, wenn die reguläre Stromversorgung zum Beispiel durch ein starkes Erdbeben ausfällt. Die betreffenden Notstromgeräte wurden 1992 und 1993 in Beznau eingebaut. Was offenbar nicht mitgeliefert wurde, waren die sogenannten Schwingungsabsorber. Diese werden für den Fall eines starken Erdbebens gebraucht. Wieso deren Fehlen über 30 Jahre nicht bemerkt wurde, sei unklar, sagen die Betreiber. Die Sicherheit des Kraftwerks sie dadurch allerdings nicht beeinträchtigt gewesen.

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