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Vor dem Landgericht Offenburg wird am Freitagnachmittag das Urteil gegen den 32-jährigen Yves R. aus Oppenau erwartet. Er hatte war im Sommer 2020 im Schwarzwald tagelang von einem Großaufgebot der Polizei gesucht worden. Die Staatsanwaltschaft fordert für Yves R. eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten Haft, die Verteidiger anderthalb Jahre auf Bewährung. Zu Prozessbeginn hatten die Verteidiger eine Erklärung verlesen, in der Yves R. beschreibt, wie er am 12. Juli in einer Hütte von Polizisten kontrolliert wurde, wie er sie in Angst vor einer Festnahme mit seiner Schreckschusswaffe bedrohte und ihnen die Dienstwaffen abnahm. Als Geiselnahme in minderschwerem Fall bewertet dies die Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger gehen von Widerstand und schwerem tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte aus. Nach ihrer Darstellung wurde der Angeklagte in die Enge getrieben. Provokationen eines Polizisten hätten zur Eskalation geführt. Erst nach fünftägiger Fahndung durch ein Polizeigroßaufgebot war Yves R. mit den vier Dienstwaffen gefasst worden. Bei der Festnahme verletzte er einen Polizisten mit einer Axt am Fuß. Laut einem psychiatrischen Gutachten war er in dieser Situation infolge von Hunger Durst, Schlafmangel und Schmerz nur vermindert schuldfähig. Es attestiert dem einschlägig vorbestraften Mann zudem eine multiple Persönlichkeitsstörung.

Offenburg

Prozess um Tat von Oppenau Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre und neun Monate Haft für Yves R.

Vor dem Offenburger Landgericht ist der Prozess gegen den 32-jährigen Yves R. aus Oppenau fortgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten.  mehr...

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