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Die Geothermiefirma "Fonroche" hat nahe Straßburg mehrere Vorgaben der Behörden missachtet. Das haben Experten im Auftrag der örtlichen Präfektur herausgefunden. Sie sollten die Ursache der ständigen Erdbeben im Großraum Straßburg aufklären. "Fonroche" hat demnach teils tiefer gebohrt als erlaubt. Damit sei man weit in Granitgestein vorgedrungen, was die Gefahr von Mikrobeben erhöhe, sagt Hervé Vanlaer von der regionalen Umweltbehörde. Außerdem soll "Fonroche" Wasser mit zu hohem Druck in den Boden gepumpt haben. Die Geothermie sollte der Energiegewinnung dienen. Nach etlichen Erdstößen mit Stärken bis 3,6 wurde das Projekt gestoppt. Experten gehen davon aus, dass sich das Gestein allmählich stabilisieren wird.

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