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In einem Prospekt an alle Haushalte weist die Stadt Waldshut-Tiengen auf das Böllerverbot an Silvester hin. Zwei Gemeindepolizisten werden das Verbot in der Neujahrsnacht überwachen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von mindestens 500 Euro. "Was kann man für 500 Euro machen?" Das fragt die Stadt Waldshut-Tiengen in ihrem Silvesterprospekt rhetorisch und listet auf: 25 Flaschen Champagner kaufen, vier Candle Light Dinner, 27 Kisten Bier oder sieben Komplettfrisuren für Damen. Nicht nur das drohende Bußgeld von 500 Euro und deren alternative Verwendung malt die Stadt in dem Prospekt eindrücklich aus, sondern auf einer Karte in rot auch die böllerfreien Zonen in den Altstädten von Waldshut und Tiengen. In dieser Hinsicht ist das Prospekt wegen der neuen Corona-Verordnung des Landes aber überholt. Danach ist das Abfeuern von Silvesterraketen nämlich nicht nur in Altstädten, sondern im gesamten öffentlichen Raum verboten und nur auf Privatgrundstücken erlaubt.

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