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Ein 45-Jähriger ist am Feldberg im Schwarzwald von einer Lawine verschüttet worden. Er konnte gerettet werden. Aufgrund der Schneefälle warnt die Bergwacht derzeit, den markierten Pistenraum zu verlassen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Der Mann war am Samstag mit drei weiteren Skitourengehern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren außerhalb der Skipisten unterwegs. Als sich die Gruppe im Nordhang unterhalb des Seebuckgipfels befand, löste sich in einer Rinne in dem steilen Gelände ein Schneebrett. Der 45-Jährige wurde mitgerissen und verschüttet, konnte aber von seinen Begleitern aus den Schneemassen befreit werden.

Eine Schneewechte (stark verdichtete Schneeablagerung) oberhalb der Unfallstelle war auch für die Bergretter nicht ungefährlich. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse vor Ort konnten nur drei Bergretter direkt zum Patienten vordringen, so die Bergwacht, die mit insgesamt 20 Rettern im Einsatz war. Sie brachten den Mann in Sicherheit und versorgten ihn medizinisch, bis er von einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen wurde. Der Mann erlitt Schürfwunden und Prellungen.

Bergwacht warnt davor, gesicherte Skipisten zu verlassen

Im Schwarzwald waren in den vergangenen Tagen gut 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Am Samstag war ein starkes Sturmtief über das Gebiet gezogen. Nach den Schneefällen der vergangenen Tage empfiehlt die Bergwacht derzeit, den markierten Pistenraum nicht zu verlassen.

Liftanlagen werden nach Wetterlage geöffnet

Die Skisaison auf dem Feldberg hatte erst am 6. Dezember begonnen. Am Freitag plante das Skigebiet Feldberg noch, mehrere Lifte zu öffnen, kündigte über Twitter aber auch an, dass es entsprechend der Wetterlage (Sturm) Änderungen geben könnte.

Der Feldberg ist mit 1.493 Metern der höchste Mittelgebirgsgipfel in Deutschland.

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