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Nach einem Hoch bei der Auslastung der Intensivsationen zu Beginn des Jahres, hat sich die Lage in der Freiburger Uniklinik wieder etwas entspannt. Die Intensivmediziner sind dennoch wachsam. Gerade mit Blick auf europäische Nachbarn, die schon wieder im Krisenmodus sind.

Noch Anfang des Jahres war es voll auf den Intensivstationen Baden-Württembergs. Der Spitzenwert lag hier Ende Dezember bei 642 schwer an Covid-19 Erkrankten. Doch seit einiger Zeit erkennt Hartmut Bürkle, Ärztlicher Direktor der Freiburger Intensivmedizin, einen deutlich positiven Trend: "Die Situation auf der Therapiestation des Universitätsklinikum ist entspannt was Covid-19 Patienten und Patientinnen angeht. Natürlich helfen wir mit derselben hohen Schlagzahl auch weiterhin Patienten, die medizinische Versorgung benötigen, zu behandeln und betreuen."

In Freiburg werden zur Zeit 14 Covid-Fälle intensiv behandelt, von 166 Betten sind 27 frei. Auch in Baden-Württemberg gesamt gibt es genug Kapazität. Sie liegt zur Zeit bei 17,3 Prozent, wobei es regional Unterschiede gibt. In sechs Landkreisen etwa sind die Stationen voll belegt: Emmendingen, Zollernalb, Heidenheim, Biberach, Rems-Murr und Stadtkreis Heilbronn. Allerdings nicht überall wegen Covid, so Hartmut Bürkle von der Intensivmedizin Freiburg: "Zur Zeit haben wir neun Prozent Patienten mit Covid in der intensivmedizinischen Versorgung in Baden-Württemberg, das trifft auch ungefähr die Deutschland weite Verteilung und wir sehen einen deutlichen Rückgang in allen Landesteilen."

In Baden Württemberg hat nur noch der Kreis Biberach einen Anteil von Covid-Fällen über 40 Prozent. In einigen weiteren Kreisen sind es 20 bis 30 Prozent. Insgesamt zeigt sich der positive Trend in den letzten Wochen aber stabil. Wie sich allerdings die Mutationen auf das Geschehen in den Intensivstationen auswirken werden, dazu lässt sich laut Hartmut Bürkle zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts sagen: "In der Frage der Momentaufnahme und der Stabilität des Trends glaube ich, dass fast alles, was wir jetzt so formulieren können, eine Form der Spekulation ist."

Die Zahl von über 600 Intensiv-Patienten im Dezember ist bis heute auf 240 gesunken. Ein Engpass in der Versorgung sei daher laut dem Ärztlichen Direktor der Intensivmedizin an der Freiburger Uniklinik, Hartmut Bürkle, auch längerfristig nicht zu befürchten.

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