"Letzte Generation"-Aktivisten kämpfen für ein "Essen-Retten-Gesetz" und haben in Freiburg die B31 blockiert (Foto: SWR, Dinah Steinbrink)

Nach Straßenblockaden

"Letzte Generation": Klimaaktivist in Freiburg freigesprochen

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AUTOR/IN
Wera Engelhardt
SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Anfang des Jahres blockieren Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" Straßen in Freiburg. Ein 31-Jähriger muss deswegen vor Gericht - doch der Richter hat eine klare Meinung.

Ein 31 Jahre alter Klimaaktivist ist vom Amtsgericht Freiburg vom Vorwurf der Nötigung freigesprochen worden. Der Mann hatte sich in Februar an drei Straßenblockaden der Protestgruppe "Letzte Generation" in Freiburg beteiligt. Der Vorsitzende Richter begründete sein Urteil am Montag damit, dass sich der Angeklagte bei den drei Aktionen nicht an der Straße festgeklebt hatte, wie ein Gerichtssprecher erklärte.

Klimaaktivist blockierte Bundesstraße in Freiburg

Der 31-Jährige habe sich bei den Aktionen außerdem ohne Widerstand wegtragen lassen, sagte der Sprecher weiter. Auch habe er sich kooperativ und freundlich verhalten. Den Angaben zufolge erklärte der Richter auch, dass die Handlungen des Angeklagten in den konkreten Fällen nicht als verwerflich im Sinne des Strafgesetzes anzusehen seien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Erneute Proteste durch "Letzte Generation"

Im Februar hatten Aktivisten die viel befahrene B31 in Freiburg blockiert. Beim dritten Mal hatte das Aktionsbündnis die Anschlussstelle Freiburg-Nord zur Autobahn A5 blockiert. Derzeit laufen in Freiburg mehrere Verfahren wegen der Aktionen. Am Montag gab es in Freiburg wieder Blockaden - diesmal in Fahrtrichtung Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Laut Polizei gab es lange Staus.

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