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Das Heimat- und Freilichtmuseum Klausenhof soll ein Besuchermagnet werden. Das hofft die Gemeinde Herrischried, die das Museum zum 1. Mai wieder eröffnen wird.

In Herrischried im Hotzenwald steht mit dem Klausenhof einer der ältesten Bauernhöfe des Schwarzwaldes. Der Hof ist heute Heimatmuseum und Freilichtmuseum in einem. "Ich bin mit dem Klausenhof quasi groß geworden, damit aufgewachsen. Ich finde der Klausenhof ist ein zentraler Punkt für den Tourismus", betont Christian Dröse, Bürgermeister von Herrschried.

Statt den historischen Klausenhof zu verpachten oder sogar ganz abzustoßen, übernimmt die Gemeinde zum 1. Mai den Betrieb des Anwesens selbst. Dröse hat dafür Britta Kaiser angestellt, die den Klausenhof leiten wird: "Ich möchte alle herlocken: von klein bis groß, von jung bis alt. Wir möchten einen Selbstvermarkter-Laden hier, Yogaabende, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Kinderferienfreizeiten mit Workshops, Hochzeiten…alles Mögliche", zählt sie ihre Ideen auf.

Klausenhof bietet Platz für Feiern

Ganze Angebotspakete will die neue Leiterin des Klausenhofs künftig schnüren. Platz genug bietet das 2.000 Quadratmeter große Gelände. Im Wagenschopf können bis zu 100 Personen feiern, es gibt eine alte Säge, eine Schmiede, ein Backhaus, Obstwiesen und einen Kräutergarten. Herzstück ist jedoch das 600 Jahre alte Bauernhaus. Mit tiefem Strohdach, weißen Sprossenfenstern und vielen kleinen, niedrigen, nach Rauch riechenden Räumen.

Damaliger Bürgermeister wollte Klasuenhof behalten

"Der Klausenhof stammt etwa um das Jahr 1424 und etwa 500 Meter in südlicher Richtung war sein Standort. Er war unbewohnt und 1969 hat man befürchtet, dass er zusammenbricht und dass er keinen weiteren Winter übersteht, dass der Schnee ihn zusammendrückt. Die Vogtsbauernhöfe hatten schon Interesse angemeldet. Die wollten den, aber unser damaliger Bürgermeister hat das Potential erkannt und hat gesagt „nein“, den behalten wir", erzählt Helmut Eckert.

Immer weniger Besucher im Klausenhof

Eckert ist Vorsitzender des Fördervereins Klausenhof, der seit Jahren unermüdlich Geld sammelt und Zeit in den Erhalt investiert. Früher seinen ganze Busladungen mit Touristen hierhergekommen, erinnert er sich. Den größten Besucheransturm gab es alten Zeitungsberichten zufolge um die Jahrtausendwende. Von 15.500 Menschen pro Jahr ist da die Rede. Im Jahr 2019 waren es nur noch rund ein Fünftel.

Alles was Leben in den Klausenhof bringt ist herzlich willkommen."

Helmut Eckert, Vorsitzender des Fördervereins Klausenhof

Einen Besucheransturm wie früher? Schön wäre es, sagt Eckert, das alte Haus werde das schon aushalten: "Angst habe ich keine. Wir müssen räumliche Veränderungen schaffen," unter anderem damit man im sogenannten Wagenschopf die Bewirtung besser organisieren könne, sagt Eckert. "Alles was Leben in den Klausenhof bringt ist herzlich willkommen."

Neues Konzept für alten Bauernhof

Helmut Eckert, Britta Kaiser und Christian Dröse hoffen, dass mit einem neuen Konzept für den alten Klausenhof auch wieder neues Leben in den gesamten Ort kommt. Denn künftig will auch Herrischried vom Trend zum Urlaub im Schwarzwald profitieren.

Der Klausenhof in Herrischried wird am 1. Mai wiedereröffnet. Falls Besuche wegen hoher Inzidenzwerte dann noch immer nicht erlaubt sein sollten, wird wenigstens der Kiosk am Eingang geöffnet, der dann Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbietet.

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