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Letzte Woche hat es zum ersten Mal ausgiebig geschneit auf dem Feldberg. Da wird es den ein oder anderen schon in den Füßen gejuckt haben: Skischuhe an und ab auf die Pisten. Aber wie soll das gehen in diesem Jahr?

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Wieder möglichst viele Skifahrer hier auf dem Feldberg begrüßen zu können, aber dabei das Corona-Risiko so gering wie möglich zu halten: Das ist der Spagat, den die Verantwortlichen auf dem Feldberg diesen Winter machen müssen. Sicherheit stehe an erster, zweiter und dritter Stelle, sagt Adrian Probst vom Liftverbund Feldberg: "Wir werden verschiedene Maßnahmen ergreifen, die eine sichere Saison gewährleisten sollen. Abstand halten in den Wartezonen vor der Bahnfahrt und durchgängige Maskenpflicht. Es wird zusätzliches Personal geben, das diese Regeln auch beaufsichtigt, es wird vor allem aber auch nur einen Online-Ticketverkauf geben."

Gedränge soll es am Feldberg diesen Winter nicht geben

Skifahren darf nur wer online ein Tagesticket gekauft hat. Es wird keine Saisonkarten geben. Denn nur mit Tagestickets sei es möglich die Zahl der Skifahrer notfalls zu begrenzen. Adrian Probst: "Wir brauchen einfach die Notwendigkeit im kommenden Winter, dass wir Kontingentierungen machen können. Das heißt, es kann nur Tagestickets geben. Würden wir Saisonkarten verkaufen, zum Beispiel 3.000 Stück, dann müssen wir diese 3000 Karten schon von vornherein reservieren. Dabei wüssten wir aber nicht, ob die Karteninhaber am jeweiligen Tag auch wirklich kommen."

Mit Zusatz-Linien im ÖPNV gegen das Verkehrs-Chaos

Bis zu 8.000 Skifahrer kommen an einem Wintertag auf den Feldberg. Viele mit dem Auto, das Verkehrschaos wiederholt sich Jahr für Jahr. Und im Corona-Jahr könnte es sein, dass noch mehr Skifahrer statt nach Österreich oder in die Schweiz eben auf den Feldberg kommen, so Johannes Albrecht, Bürgermeister der Gemeinde Feldberg: "Wir werden eingreifen, auch in enger Zusammenarbeit mit der Polizeibehörde hier vor Ort. Um nicht nur das besser sicherzustellen zu können, werden wir auch noch Zusatz-Linien im ÖPNV anbieten."

Nach einem Skitag keinen Rummel auf dem Feldberg

Zum Ausklang eines Skitages soll der Rummel weitestgehend eingedämmt werden. Das heißt: Möglichst kein Après-Ski - ein zweites Ischgl soll es am Feldberg nicht geben:

"Wir haben uns mit den Wirten abgestimmt und sind alle einer Meinung: Die Sicherheit hat absolute Priorität. Wir werden das sicherlich kontrollieren, aber auch die Selbstkontrolle durch die Gastronomen ist gewährleistet."

Johannes Albrecht, Bürgermeister der Gemeinde Feldberg

Mehr Kosten für mehr Aufwand: Tickets um vier Euro teurer

Wer auf der Piste angekommen ist, der soll auch in diesem Jahr die Abfahrt unbeschwert genießen können - ohne Maske zwar, aber mit weniger Geld in der Tasche. Denn die Tickets werden vier Euro mehr kosten als im letzten Jahr. Adrian Probst vom Liftverbund Feldberg begründet das mit höherem Personal-Bedarf, mehr technischem Equipment und dem dafür erforderlichen Kosten-Aufwand.

Es wird eine komplizierte Skisaison dies Jahr auf dem Feldberg, aber - so die Verantwortlichen - sie wollen alles tun, um Skifahren auch diesen Winter möglich zu machen.

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