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Der Sprecher der bundesweiten Betroffenen-Initiative "Eckiger Tisch", Matthias Katsch, will Bundestagskandidat für die SPD im Wahlkreis Offenburg werden.

Porträt eines Mannes im mittleren Alter (Foto: dpa Bildfunk, Gregor Fischer)
Matthias Katsch will für die SPD im Wahlkreis Offenburg antreten Gregor Fischer

Die Nominierungskonferenz findet am 12. Dezember in Gengenbach (Ortenaukreis) statt. Der 57-jährige Matthias Katsch wurde bundesweit bekannt durch seinen Einsatz gegen sexuellen Missbrauch an Kindern. Er wohnt seit 2007 in Offenburg. Katsch war Schüler des Canisius-Kollegs in Berlin und wurde dort nach eigenen Angaben missbraucht. Der 57-Jährige hat Philosophie und Politikwissenschaften studiert und arbeitet als Selbständiger in Offenburg. SPD-Mitglied ist er seit Beginn der 90er-Jahre.

Offenburg ist seit 1972 Schäuble-Wahlkreis

Er wolle sich dafür einsetzen, "dass die Interessen von Menschen, die sexuelle Gewalt erlebt haben in der Kindheit und Jugend besser vertreten werden", sagte Katsch bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Darüber hinaus wolle er sich für die Interessen der Menschen in der Ortenau stark machen. "Ich glaube, dass es wichtig ist, dass Menschen sich engagieren", so Katsch. "Ich sehe die Chance, hier einen Beitrag zu leisten."

Zum Wahlkreis 284 Offenburg gehört die mittlere und nördliche Ortenau zwischen Zell am Harmersbach und Achern. In diesem Wahlkreis will im kommenden Jahr auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble erneut für die CDU antreten. Schäuble hat dort seit 1972 ununterbrochen das Direktmandat geholt.

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