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Mit einer Mahnwache haben etwa 50 junge Menschen gegen den geplanten Abriss eines Hauses in der Freiburger Innenstadt protestiert. Es dient seit Jahren als alternativer Treffpunkt.

Das Haus in der Freiburger Gartenstraße ist ein Kulturtreffpunkt mit angeschlossener Fahrradwerkstatt. Seit April 2010 halten autonome Gruppen unter Duldung des Besitzers das kleine, bunt bemalte Gebäude unweit der Freiburger Innenstadt besetzt. Zuvor hatte das Haus jahrelang leer gestanden.

"Es mangelt einfach an Freiräumen in Freiburg"

Jetzt soll das Haus abgerissen werden. Die Mitglieder des Projekts "G19" (Gartenstraße 19) erfuhren von den Plänen nach eigenen Angaben erst, als sich Vertreter einer Abrissfirma Zutritt verschafften. "Diese Begehung hat bei uns erstmal einen Schock ausgelöst, wir waren überrumpelt", sagt G19-Mitglied Manfred Röler. Und seine Mitstreiterin Toni Brand ergänzt: "Wir haben da viele Gruppen, die aktiv sind - und es mangelt einfach an Freiräumen." Nachbarinnen wie Maike Markes solidarisierten sich und lobten die Bewohner des Hauses als "sehr ruhig, sehr angenehm".

Kein Kontakt zum Eigentümer des Hauses

In dem besetzten Gebäude gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Zum Eigentümer, der im Ruhrgebiet lebe, habe man keinen Kontakt, so die Besetzer. Dennoch haben sie hier Kulturveranstaltungen organisiert und eine Fahrradwerkstatt betrieben. Wie es weitergehen soll, ist unklar – schon in den nächsten Tagen könnte der Abriss erfolgen. Vom Eigentümer und der Stadt Freiburg gab es zunächst keine Stellungnahmen.

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