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Nur zwei Wochen nach dem verheerenden Hurrikan "Eta" ist mit "Iota" ein weiterer Wirbelsturm durch Zentralamerika gefegt. Freiburgs Partnerstadt Wiwilí in Nicaragua wurde besonders schwer getroffen.

Der Rio Coco, der durch Wiwilí fließt, ist über die Ufer getreten und hat sich in mehrere gewaltige Schlammlawinen verwandelt, die alles mitreißen, auch Häuserwände. "Selbst Fahrzeuge werden mitgerissen und auch Menschen", schildert Klaus Zimmermann vom Wiwilí-Verein in Freiburg. Die Lage sei "absolut katastrophal". Nach seinen Informationen sind in der Partnerstadt mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen; er vermutet aber, dass es noch wesentlich mehr sind.

Viele Menschen seien obdachlos geworden und hätten sich in Kirchen und Schulen gerettet – die einzigen Gebäude, die nach Zimmermanns Erfahrung noch halbwegs sicher sind. Dort Abstand und Hygienevorschriften einzuhalten, ist nahezu unmöglich. Nach Angaben von Caritas International mit Sitz in Freiburg steigt in den Notunterkünften im benachbarten Honduras die Zahl der Infizierten sprunghaft an.

Überschwemmung in einem Wohngebiet in Nicaragua (Foto: SWR, Dania Galeano, Wiwilí-Verein Freiburg)
Hurrican Iota richtete in Freiburgs Partnerstadt Wiwilí in Nicaragua schwere Schäden an Dania Galeano, Wiwilí-Verein Freiburg

Freiburger Verein hofft auf Spenden für Wiwilí

In Wiwilí fehlen nun, nach der zweiten Hurrikan-Katastrophe, aber in erster Linie Trinkwasser und Lebensmittel, sagt Klaus Zimmermann. Der Freiburger Verein hat als Soforthilfe bereits 30.000 Euro überwiesen. Jetzt hofft er auf weitere Spenden, die über die Vereins-Homepage geleistet werden können.

Laut Caritas International starben allein durch den Sturm "Eta" Anfang November mehr als 200 Menschen. 4,9 Millionen Menschen waren betroffen. Nun verwüstete der Hurrikan "Iota" weite Teile von Mittelamerika. Der Wirbelsturm traf mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometer pro Stunde zunächst in Nicaragua auf Land.

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Hurrikan Iota trifft Mittelamerika: "Zerstörungen unfassbar groß"

Anfang November ist in Nicaragua der Hurrikan Eta auf Land getroffen und dann weiter über Zentralamerika gezogen. Die Folge: eine unvorstellbare Zerstörung in Honduras, Panama und Costa Rica. Allein in Guatemala sind 150 Menschen gestorben, dort wurde auch ein halbes Dorf unter einem Erdrutsch begraben. Jetzt kam Iota noch dazu - ein weiterer Hurrikan. Der Wirbelsturm trifft auf eine Region mit aufgeweichten Böden. Es könnten neue Überschwemmungen und Erdrutsche folgen. SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem hat darüber mit Dirk Bathe von der Hilfsorganisation World Vision Deutschland gesprochen. Die Organisation engagiert sich seit vielen Jahren unter anderem auch in Mittelamerika.  mehr...

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