Die Rochetürme in Basel (Foto: SWR, Matthias Zeller)

Platz für 3.000 Mitarbeitende

Basel: Höchstes Hochhaus der Schweiz eingeweiht

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Owusu Künzel
Owusu (Foto: SWR, DASDING)
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Matthias Zeller

Das neue Gebäude löst den bisherigen "Rekordhalter", den 178 Meter hohen "Roche-Turm 1" ab. Besondere Wege ist man beim Heizen und Kühlen des neuen Hochhauses gegangen.

Der Schweizer Bundespräsident Ignazio Cassis hat am Freitagabend den zweiten Hochhausturm des Basler Roche-Konzerns eingeweiht. Das Gebäude ist mit 205 Metern Höhe das höchste Hochhaus der Schweiz. Das neue Gebäude überragt den bisherigen "Rekordhalter", den direkt benachbarten "Roche-Turm 1" um 27 Meter.

Zeitplan und Budget eingehalten

Der Roche-Konzern hat beim Bau des höchsten Hochhauses der Schweiz sowohl den Zeitplan als auch das Budget von rund einer halben Milliarde Franken eingehalten. Entworfen wurde das Gebäude genauso wie der etwas kleinere Roche-Turm 1 vom Basler Büro Herzog & de Meuron, also den Architekten der Hamburger Elbphilharmonie oder der Münchner Allianz-Arena. Auf den 50 Etagen finden über 3.000 Roche-Mitarbeitende Platz.

Die beiden Rochetürme in Basel vom Rhein aus (Foto: SWR, Matthias Zeller)
Die beiden Roche-Türme vom Rhein aus Matthias Zeller

Nachhaltig und erdbebensicher

Nach Angaben des Pharmakonzerns ist das Gebäude eines der weltweit nachhaltigsten Bürohochhäuser. Es wird komplett mit Industrieabwärme aus dem Areal beheizt und mit Grundwasser gekühlt. Da Basel in einer Erdbebenzone liegt, ist das gut 200 Meter hohe Gebäude darauf ausgerichtet, einem Jahrtausendbeben mit der Stärke 6,9 auf der Richterskala Stand zu halten.

Bitte an den Bundespräsidenten

Bei der Einweihung gab Roche-Konzernchef Severin Schwan dem Schweizer Bundespräsidenten Ignazio Cassis eine eindringliche Bitte mit auf den Rückweg nach Bern: In Krisenzeiten erst recht in die Forschung zu investieren. Beide bedauerten den Ausschluss der Schweiz aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon. Cassis kritisierte, die EU benutze "Horizon" als Druckmittel auf die Schweiz, nachdem diese die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU abgebrochen hatte.

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Basel Novartis streicht jede zehnte Stelle

Beim Schweizer Pharmakonzern Novartis soll in den nächsten drei Jahren in der Schweiz etwa jeder zehnte Arbeitsplatz gestrichen werden. Das bestätigte Novartis auf Anfrage. Damit werden in der Schweiz bis zu 1.400 Stellen gestrichen, weltweit bis zu 8.000 Stellen. Dazu, wie viele Arbeitsplätze in Basel betroffen sind, äußerte sich Novartis nicht. Grund sind Umstrukturierungen des Pharmakonzerns: Novartis will die Sparten Pharma und Krebsmedikamente zusammenlegen. Damit sollen bis 2024 weltweit eine Milliarde US-Dollar eingespart werden. Der Stellenabbau soll nach einem Sozialplan erfolgen. Den betroffenen Mitarbeitern will Novartis nach eigenen Angaben unter anderem neue Stellen vermitteln.  mehr...

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