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Auch im Elsass und in der Schweiz haben Unwetter vielerorts zu Überschwemmungen geführt. Die Lage am Neuenburger See (Westschweiz) bleibt kritisch.

Hégenheim im Elsass direkt an der Schweizer Grenze. Gleich zweimal in vier Tagen wurde das Dorf überflutet. Grund dafür war eine Plastikrutsche, die die erste Flut mitnahm und die einen Tunnel verstopfte. Frustration macht sich breit. Thomas Zeller, Bürgermeister von Hégenheim: "Die Situation ist sehr ermüdend, schon wieder dieselbe Geschichte. Es ist traumatisierend und sehr frustrierend und Energie raubend, wieder überall dieses ganze Wasser zu sehen."


Auch in der Schweiz war die Lage zeitweise sehr kritisch

In Luzern etwa trat der Vierwaldstädtersee über die Ufer. Die Altstadt wurde aber verschont. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Ganz anders dagegen am Neuenburger See in der Westschweiz. Hier ist die Situation weiterhin kritisch. Und der Pegel steigt immer noch. Auch für den Bieler See herrscht weiterhin die höchste Gefahrenstufe.

Mehr Wasser in die Aare abgelassen - Polder geflutet

Dies bedeutet aber auch, dass insgesamt mehr Wasser den Rhein hinunter fließt. Mit ein Grund, warum links und rechts des Oberrheins nun mehrere Polder geflutet wurden. So im Kulturwehr bei Kehl. Stephan Schmid vom Regierungspräsidium Freiburg: "Wir hatten den Einsatz von Samstagnachmittag bis spät in die Nacht. Wir haben den Polder zur Hälfte gefüllt und damit die Dämme in Richtung Karlsruhe entlastet."

Die betroffenen Gebiete wurden im Vorfeld großräumig abgesperrt, auch um den dort lebenden Tieren eine Fluchtmöglichkeit zu bieten. 2013 wurde der der Polder zuletzt geflutet.

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