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Die Waffenfirma Haenel aus Thüringen hat im Streit um einen Sturmgewehr-Großauftrag der Bundeswehr einen weiteren Rückschlag erlebt. Die Firma ist ein Konkurrent von Heckler & Koch aus Oberndorf (Kreis Rottweil).

Die Oberndorfer sollten nach etwa 60 Jahren nicht mehr den Großauftrag der Bundeswehr mit 120.000 Sturmgewehren übernehmen, sondern die Thüringer. Dagegen legte Heckler & Koch Rechtsmittel ein.

Alles auf Anfang?

Im März dann die Wende: Laut Bundesverteidigungsministerium hatte Haenel das Patentrecht verletzt und wurde vom Vergabeverfahren ausgeschlossen. Der Auftrag geht wohl doch an Heckler & Koch. Dagegen ging Haenel rechtlich vor, scheiterte nun aber vor der Vergabekammer des Bundes. Die stellte fest: Das Bundesministerium will den Zuschlag zurecht an Heckler & Koch vergeben.

Endgültig entschieden ist noch nichts

Allerdings ist nicht sicher, ob der Bund den Auftrag überhaupt noch vergeben will - möglich ist, dass er noch einen Rückzieher macht und auch in den kommenden Jahren auf das bisherige Standard-Sturmgewehr der Bundeswehr setzt, das G36 von Heckler & Koch.

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