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Noch kann man Bärlauch sammeln und Pesto, Suppen und andere leckere Speisen daraus machen. Aber Achtung: Die Pflanze ist leicht mit giftigen Doppelgängern zu verwechseln.

Bärlauch und die giftigen Pflanzen Maiglöckchen und Herbstzeitlose sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Erst vor Kurzem ist ein Mann im rheinland-pfälzischen Vallendar gestorben, weil er Bärlauch mit einer Herbstzeitlosen verwechselt hatte. Deswegen beantwortet das SWR Format "Gut zu wissen" verschiedene Fragen rund um das Lebensmittel und Heilkraut Bärlauch.

Was ist Bärlauch eigentlich?

Bärlauch ist ein heimisches Lauchgewächs - ein Verwandter von Zwiebel, Schnittlauch und Knoblauch. Das riecht und schmeckt man. Man kann alles essen vom Bärlauch: von den Knospen bis zu den Blüten.

Warum werden die drei Pflanzen so oft verwechselt?

Eigentlich erkennt man den typischen Bärlauchgeruch sofort, aber Bärlauch wird immer wieder mit den giftigen Maiglöckchen oder den Herbstzeitlosen verwechselt. Doch es gibt Unterschiede.

  • Die Herbstzeitlose hat quasi keinen Blattstiel, das Blatt sitzt ganz tief. Beim Bärlauch wächst jedes Blatt an einem einzigen Stängel.
  • Das Maiglöckchen hat dagegen zwei Blätter an einem Stängel; die Blätter glänzen auf der Blattunterseite. Beim Bärlauch aber ist die untere Seite des Blattes matt.

Der ganze Fernsehbeitrag zum Anschauen:

Wie wirkt Bärlauch?

Was die Menschen damals schon ahnten, ist inzwischen gesichertes Apothekerwissen. Bärlauch steckt voller Vitamine und Nährstoffe und soll bei vielen Beschwerden und Krankheiten helfen, etwa die Verdauung ankurbeln, Entzündungen hemmen, Cholesterin senken. Außerdem können so Ablagerugnen in den Blutgefäßen vermindert werden. Er soll blutdrucksenkend wirken und das Herz schützen.

Was kann man aus Bärlauch machen?

Ab in die Küche: Man kann ihn einlegen für die bärlauchlosen Monate, allerdings nicht die Blätter, aber die Knospen und Stiele. Wer es mag, gibt noch Chilli und Zucker dazu - auf jeden Fall Pfeffer. Diese Mischung gießt man mit vorher aufgekochtem Essig auf. Nun heißt es warten, mindestens vier Wochen lang - und dann genießen.

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