Adolf-Reichwein-Grundschule Freiburg beteiligt sich am Landesangebot der Lernbrücken (Foto: SWR, Johannes Tran)

Zweiwöchiges Förderprogramm vor Schulstart

GEW-Landesvorsitzende Monika Stein: Lernbrücken wenig wirksam

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Johannes Tran

Seit Montag soll eine zweiwöchige Lernbrücke Schülern wegen Corona verpassten Lehrstoff vermitteln. Sinnvoll, sagt die GEW, hat aber einen Haken.

Die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW in Baden-Württemberg, Monika Stein, hat die sogenannten Lernbrücken des Landes als wenig wirksam kritisiert. Die Corona-Pandemie habe durch Lockdown, Fern- und Wechselunterricht nämlich nicht nur zu Wissensdefiziten bei Schülerinnen und Schülern, sondern auch einer emotionalen Entfremdung von Schule und Mitschülern geführt. In ihren Augen müsse beides aufgefangen werden, so Monika Stein im SWR.

GEW-Kritik: Lernbrücke von zwei Wochen ist zu kurz

Das zweiwöchige Förderprogramm für Schüler zur Vorbereitung auf das kommende Schuljahr sei außerdem zu kurz, um den durch Coronafolgen versäumten Stoff ausreichend nachzuholen. Außerdem würde es viele Schüler gar nicht erreichen, weil sie im Moment noch verreist seien, moniert Stein. Sie halte es für viel besser, wenn die versäumten Inhalte während der nächsten zwei Schuljahre nachgeholt würden – und zwar ganz gezielt und vor allem mit ausreichendem Lehrpersonal.

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