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Frankreich verhängt landesweit harte Corona-Beschränkungen für mindestens vier Wochen. Das erklärte Präsident Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache.

Von Karsamstag an müssen in Frankreich alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte schließen, ohne triftigen Grund dürfen sich die Menschen nur im Umkreis von zehn Kilometern um ihren Wohnort bewegen. Nach Ostern werden die Schulen mindestens für drei Wochen geschlossen sein: Zunächst gibt es eine Woche lang Distanzunterricht, gefolgt von zwei Wochen Frühlingsferien für alle. Der Präsenzunterricht soll danach schrittweise wieder anlaufen. Für Macron ist die Verschärfung ein Rückschlag. Der Präsident pochte lange darauf, dass die Schulen in der Krise unbedingt geöffnet bleiben sollen. Sie waren bisher nur während des ersten strengen Lockdowns im vergangenen Frühjahr geschlossen.

Intensivstationen zu mehr als 90 Prozent belegt

Bisher gab es diese Einschränkungen schon in Teilen des Landes. Nun werden sie auf das ganze Land ausgeweitet. Die Intensivstationen sind landesweit zu mehr als 90 Prozent ausgelastet. Die Zahl der Intensivbetten soll von 7.000 auf 10.000 aufgestockt werden. Um die Situation in den Krankenhäuser zu entspannen, will Präsident Macron zudem Medizinstudenten und Rentner rekrutieren.

Schulen und Geschäfte müssen in Frankreich schließen. (Foto: Imago, Hans Lucas)
Auch in Straßburg müssen Geschäfte schließen. Imago Hans Lucas

Frankreich immer noch Hochinzidenzgebiet

In den vergangenen Wochen hatte sich die Corona-Situation in Frankreich deutlich verschärft. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag landesweit zuletzt bei gut 375. Deutschland hatte Frankreich vergangene Woche als Hochinzidenzgebiet eingestuft und die Einreisebestimmungen verschärft. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern starben bisher fast 95.700 erkrankte Menschen. Geimpft wurden nach Behördenangaben rund acht Millionen Menschen.

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