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Papstsekretär und Erzbischof Georg Gänswein steht zurzeit unter Beschuss. Doch was sind die Fakten, was bedeuten sie, wie reagieren die Menschen in Gänsweins Heimat Riedern am Wald?

Dass es im Vatikan Ränkespiele um Macht und Einfluss geht, das dürfte niemanden wirklich überraschen. Dass die Konflikte jedoch öffentlich werden und sogar von einem "Paukenschlacht" und einer "Schlammschlacht" die Rede ist, das ist doch eher selten. Im Zentrum der Berichte steht ein Mann, der im Südschwarzwald, in seiner Heimat, durchaus hohes Ansehen genießt: Der Erzbischof und Papstsekretär Georg Gänswein aus Riedern am Wald.

Dauer

So richtig nachvollziehen können die Menschen im Südschwarzwald die Vorwürfe gegen den 63-jährigen Erzbischof nicht. Anfang Februar wurden Gerüchte laut, wonach der Papst seinen Privatsekretär suspendiert haben soll. Andere sprachen gar von seiner Entlassung.

Als "Präfekt des päpstlichen Hauses" offiziell beurlaubt

Tatsächlich ist Georg Gänswein von seinem ersten Amt als "Präfekt des päpstlichen Hauses" seit kurzem offiziell beurlaubt. Um den ehemaligen Papst, Benedikt XVI., kümmert er sich weiter. Über die Gründe wurde in jüngster Zeit viel spekuliert: Von Intrigen und Konkurrenz war die Rede, von einem neuen Vertrauten an der Seite des Papstes. Wieder andere gehen davon aus, dass die Vorgänge mit dem Gesundheitszustand des ehemaligen Papstes zu tun haben könnten.

Georg Gänswein genießt in seiner Heimat weiter hohes Ansehen

Viel wurde in den letzten Tagen über Georg Gänswein geredet. Es gab Vorwürfe und Kritik, Entschuldigungen und Mutmaßungen. Er selbst sagt bislang zu dem Ganzen nichts, Interviews lehnt er ab. Wie es mit ihm weitergeht, bleibt offen. Eines steht indessen fest: Seinem Ansehen in seiner Schwarzwälder Heimat Riedern am Wald haben die vielen Schlagzeilen der letzten Wochen nicht geschadet.

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