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Es sind schwere Zeiten für Auszubildende im Gastrogewerbe. Alles ist zu und trotzdem stehen Prüfungen an. Die Lehrbetriebe bieten deshalb Extra-Angebote an.

Manuel Saladin ist einer von 40 Azubis im Gastrogewerbe, die im Mai ihre Abschlussprüfung im Kanton Luzern bestehen wollen. Unter den kritischen Augen von Lehrmeistern üben sie dafür alle zwei Wochen in einem geschlossenen Hotel. Der Sonderunterricht in Corona-Zeiten kostet 200.000 Franken. Die Finanzierung ist bislang noch nicht ganz gesichert. Auch Fiona Tolusso versucht, die wenige Praxis in der Hotelküche optimal zu nutzen, ist aber skeptisch.

Fiona Tolusso ist angehende Köchin in Luzern. Für sie ist das eine schwierige Zeit, denn, so sagt sie: "Ich finde es ziemlich schwer, weil man nicht weiß, wie die Abschlussprüfung überhaupt stattfindet, ob ein Teil wegfällt und ob ich danach überhaupt eine Stelle finde."
Die Ausbilder geben ihr Bestes. Doch in der eigens geöffneten Lernküche lassen sich nicht alle Anforderungen wirklich simulieren. Vor allem nicht der reale Zeitstress, den Azubis im Normalbetrieb bewältigen müssen.

Ungewohnte Situation für die Auszubildenden


Simon Oehen, Küchenchef im Hotel Wilder Mann in Luzern fühlt mit seinen Auszubildenden und sieht die Probleme: "Sie haben normalerweise tägliche Routine. Einen strukturierten Tag, die haben Mittags- und Abendservice, da gibt’s Stress, da muss man etwas Gas geben und die Pfannen schwingen. Das haben sie alles nicht." Am Ende ist das Azubi-Menu fertig und muss unter genauer Beobachtung professionell serviert werden. In den Genuss kommen Kolleginnen und das kritische Ausbildungspersonal.

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