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Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und das Einhalten der Hygieneregeln nicht möglich ist, bleiben bis mindestens Ende Dezember 2020 verboten. Was ist mit dem Freiburger Weihnachtsmarkt?

Am 19. November soll der Weihnachtsmarkt in Freiburg eigentlich öffnen. Doch ob es ihn trotz Corona-Pandemie geben wird und wenn ja, wie er organisiert sein wird, ist noch unklar. Erste Überlegungen gibt es aber schon.

Mehrere kleine Weihnachtsmärkte

Auch 2020 soll es einen Freiburger Weihnachtsmarkt geben. Das ist das erklärte Ziel von Daniel Strowitzki, dem Geschäftsführer der Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe GmbH. Derzeit prüft er die Möglichkeit, den Weihnachtsmarkt zu dezentralisieren. Es könnte also mehrere kleine Weihnachtsmärkte geben. Colombipark, Karlsplatz, Europaplatz, der Platz vor der Johanniskirche im Freiburger Stadtteil Wiehre - all diese Orte sind aktuell im Gespräch und werden geprüft.

Sieben Quadratmeter pro Besucher

Neben der "500-Personen-Grenze" der Corona-Verordnung gibt es eine weitere Einschränkung für Veranstalter in Baden-Württemberg: Für jeden Besucher müssen sieben Quadratmeter eingeplant werden. Basierend auf dieser Vorgabe wird dann die Anzahl der Besucher errechnet.

Eingezäunter Markt und Zugangskontrollen?

Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe GmbH, hofft darauf, dass weder eine Absperrung der jeweiligen Plätze vorgenommen noch die Nachverfolgbarkeit der einzelnen Besucher garantiert werden muss. Denn nur so wäre ein spontaner Besuch des Weihnachtsmarkts möglich.

Menschen stoßen mit Glühwein an (Foto: DASDING)
Sollte der Freiburger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden, heißt es: Abstand halten.

Umsatz im Einzelhandel und Weihnachtsmarkt hängen eng zusammen

Etwa dreißig Prozent der Weihnachtsmarkt-Besucher würden auch im stationären Handel einkaufen, sagt Peter Spindler vom Geschäftsführer des Handelsverbands Südbaden. Er befürchtet enorme Einbußen für den Einzelhandel, sollten Weihnachtsmärkte entfallen. Über 1,1 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr den Freiburger Weihnachtsmarkt mit seinen 150 Ständen besucht. Dieses Jahr rechnet Daniel Strowitzki von der Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe GmbH mit maximal der Hälfte der Besucherzahl.

Weihnachtsmärkte in Lörrach und Villingen-Schwennigen abgesagt

Beim Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht steht jetzt schon fest, dass Besucher Zeitfenster per Onlineticket buchen müssen. Andere Städte wie Lörrach und Villingen-Schwenningen verzichten ganz auf den Weihnachtsmarkt und setzen auf kleinere Alternativen wie überschaubare Adventsmärkte. Auch in Waldshut wird erst nach den Sommerferien entschieden, ob es überhaupt einen Weihnachtsmarkt geben wird. Ende September soll es dann eine Entscheidung für Freiburg geben.

Traben-Trarbach geht auf Nummer sicher Wegen Corona: Unterirdischer Weihnachtsmarkt fällt aus

Wegen der Corona-Pandemie wird in diesem Jahr der unterirdische Weihnachtsmarkt in Traben-Trarbach an der Mittelmosel ausfallen. Dort könne der Infektionsschutz nicht gewährleistet werden, so die Stadtverwaltung.  mehr...

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