Energie gewinnen

Fraunhofer-Institut in Freiburg testet Solarzellen auf Lkw-Dach

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Wie viel Energie liefert ein Lkw-Dach voller Solarzellen? Das will das Fraunhofer Institut ISE in Freiburg herausfinden. Immerhin bietet so ein Dach mehr als 30 Quadratmeter Fläche.

Erst war es nur eine Vision, nun fährt er: der Solarzellen-Laster. Die Idee dazu hatte Martin Heinrich vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. "Das macht schon sehr viel Spaß, solche Themen anzugehen", sagt Heinrich. Der Solar-Lkw ist eine von vielen Erfindungen für die Zukunft in Baden-Württemberg.

Der Radiobeitrag zum Nachhören:

Die Solarzellen wiegen kaum etwas und liegen wie eine zwei Millimeter dicke Folie auf dem Elektro-Lastwagen. Sie tanken Sonne, diese Energie wird gewandelt und in die Batterie des Lkw eingespeist. Er kommt damit etwa fünf bis zehn Prozent weiter als ohne Solardach, so das Ergebnis der Forschung.

"Das ist eine der wenigen Varianten, wie der Verkehrssektor CO2 einsparen kann."

Tag für Tag fährt der Laster mit dem Solardach gerade durch Freiburg und Umgebung. Er transportiert Fernseher, Kühlschränke, Steckdosen und drei Millionen anderen Elektroteilen. Denn der Elektro-Großhandel "Alexander Bürkle" ist in das Projekt eingestiegen. Beim Praxis-Test wird der 18-Tonnen-Lkw geprüft: Welche Probleme können durch die Vibration des Fahrzeugs auftreten? Oder wenn der Laster über Bordsteine fährt? Wie wirkt es sich aus, wenn die Module verdrecken?

Fest steht: Auf der idealen Strecke bekommt der Lastwagen möglichst viel Sonne ab. Wenn Häuser und Bäume im Weg stehen, ist die Leistung entsprechend niedriger. Heinrich denkt schon weiter: Er kann sich eine App vorstellen, die eine passende Route für den Solar-Laster berechnet.

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