Frankreich und Corona: Im Elsass werden Minderjährige geimpft (Foto: SWR, France 3)

Teenager ab zwölf Jahren

Frankreich und Corona: Im Elsass werden Minderjährige geimpft

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Während in Deutschland noch darüber diskutiert wird, hat Frankreich schon damit begonnen: Minderjährige werden gegen Corona geimpft. Auch im Elsass.

Die Klinik Sainte-Barbe in Straßburg: An diesem Morgen werden die ersten drei elsässischen Minderjährigen geimpft. Die zwölf-jährige Marion Vix ist in Begleitung ihrer Mutter gekommen, Caroline Vix, die selbst Krankenschwester ist. "Ich war eine der Ersten, die geimpft wurden, und meine Tochter war fast frustriert, als die Impfstoffe ankamen. Ich konnte schnell einen Platz in der Klinik in Sainte-Barbe bekommen, also haben wir das genutz", sagt Caroline Vix.

Erst das Einverständnis - dann die Impf-Spritze

Zusammen mit Marion sind noch zwei andere Jugendliche beim Termin. Kurz vor der Spritze werden alle noch einmal gefragt, ob sie immer noch einverstanden sind. Erst dann wird der Impfstoff injiziert. Marion Vix, zwölf Jahre: "Am Anfang tat es ein bisschen weh, aber dann ging es weg. Mir ist es wichtig, alle zu schützen und dass das Virus nicht weiter zirkuliert."

Entscheidung nicht aufzwängen - Jugendliche brauchen Zeit

Nur vier Termine für Jugendliche sind an diesem Tag geplant. Denn die Eltern und ihre minderjährigen Kinder haben natürlich viele Fragen. Stéphanie Cochois, verantwortlich für die Impfungen, sagt: "Man muss sich Zeit nehmen für die Einrichtung und die Eltern, wenn man einen Termin vereinbart. Vor allem die Jugendlichen. Sie müssen Zeit haben, darüber nachzudenken. Es darf keine Entscheidung sein, die von den Eltern aufgezwungen wird."

Impfungen von Minderjährigen im Elsass laufen problemlos

Für Quentin, er ist 15, verlief die Injektion des Corona-Impfstoffes wie am Schnürchen. Dann ist seine Schwester dran. Die Perspektive für die geimpften Jugendlichen: Endlich können bald alle ihre Großeltern wiedersehen.

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